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  • Thema Neue Technologien

COMo-Berlin: CO2-Monitoring in Innenräumen

Ob Café, Wartezimmer oder Konferenzsaal – viele Menschen in einem Raum “verbrauchen” die Luft; das Infektionsrisiko steigt und die Konzentrationsfähigkeit nimmt ab. Das Projekt COMo hilft Betreiber:innen öffentlicher Räume, die Luftqualität in den Räumen zu verfolgen und die Öffentlichkeit darüber zu informieren. Dafür stellen wir Sensoren zur Verfügung, die Luftwerte messen und an eine öffentliche Plattform schicken, auf der die Werte angezeigt werden.

Nach dem Motto: "Tue Gutes und rede darüber" rufen wir die Betreiber:innen öffentlicher Räume deshalb auf: Installieren Sie einen Sensor und registrieren Sie ihn auf der COMo–Plattform!


Zielgruppe

Stadtgesellschaft

Thema

Reallabor

Laufzeit

seit Dezember 2021

Was ist COMo?

Das Ziel von COMo ist, Informationen über die Luftqualität in öffentlich zugänglichen Innenräumen zu sammeln und bereitzustellen. Unsere Sensoren messen die CO2-Konzentration in diesen Räumen. Diese Konzentration ist ein guter Indikator für die Belastung der Raumluft mit Aerosolen vom Ausatmen und somit auch für ein mögliches Risiko einer Ansteckung mit dem SARS-CoV-2 Virus über die Atemluft.

Die Sensordaten werden per Funk über das LoRaWAN-Funknetzwerk The Things Network (ttn) übertragen, das in Berlin von Freiwilligen betrieben wird. Mit COMo untersuchen wir auch die Qualität der LoRa-Funkabdeckung in der Stadt, um so Basiswissen für den Ausbau von Berlin zur Smart City zu ermitteln.

Die erhobenen CO2-Messdaten werden grafisch aufbereitet und den Betreiber:innen der Räumlichkeiten digital über die COMo-Website zur Verfügung gestellt. Wer weiß, wann sich die Luftqualität verschlechtert, kann bedarfsgerecht Lüften und damit in der Pandemie die Ansteckungsgefahr deutlich senken. In der Heizperiode können durch das bedarfsgerechte Lüften zudem Heizkosten eingespart werden.

Was bringt COMo?

Über die Pandemie hinaus verbessert ein angepasstes Lüftungsmanagement das Wohlbefinden und die Lern- und Arbeitsproduktivität im Raum. Am Ende des Projekts erfolgt in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin eine Evaluierung. Sie wird zeigen, ob eine Ausstattung weiterer Gebäude wie Schulen, Ämter und Kultureinrichtungen mit CO2-Sensoren sinnvoll ist, und welchen Einfluss dies auf die Klimatisierung der Gebäude hat.

Wer kann mitmachen?

Eingeladen sind Betreiber:innen von öffentlich zugänglichen Innenräumen aus den Bereichen Bildung, Kultur, Gastronomie, Gewerbe und Gesundheit in Berlin. Haben Sie Interesse? Dann können Sie sich über das Kontaktformular oder unsere Ansprechpartner:innen an uns wenden. Da wir vorerst nur eine begrenzte Anzahl von Sensoren zur Verfügung stellen können, müssen wir gegebenenfalls aus der Gesamtheit der Anmeldungen auswählen. Wir bitten dafür um Verständnis.

Die Sensoren

In der Pilotphase werden öffentlich zugängliche Innenräume mit bis zu 50 vernetzten CO2- Sensoren ausgestattet. Die Sensoren sind batteriebetrieben und kommunizieren ihre Messdaten per Funk nach dem LoRaWAN-Standard (www.lora-wan.de), einer Funktechnik speziell zur Vernetzung von Endgeräten bei sehr niedrigem Energieverbrauch. So kann ein Sensor bis zu fünf Jahre mit einer Batterie betrieben werden.

Das Berliner LoRaWAN-Netzwerk (https://www.thethingsnetwork.org/community/berlin/) wird von derzeit 190 Freiwilligen betrieben, die in der Stadt  bis zu 200 aktive und öffentlich nutzbare LoRaWAN-Gateways betreiben. Über die Gateways werden die Sensordaten über das Internet auf den COMo- Server für die Nutzung im Projekt bereitgestellt.

 

Datenschutz

Im Rahmen von COMo werden keine personenbezogenen Daten erhoben. Für unsere Messungen erheben und speichern wir lediglich den Standort des Sensors sowie die Daten, die der Sensor liefert. Alle Fragen zu Speicherung, Veröffentlichung und Nutzung der Sensordaten werden in einer Nutzungsvereinbarung näher erläutert und vor Beginn des Betriebs mit unseren Partner:innen vereinbart.

Kontaktformular

 

 

COMo ist ein Projekt der Technologiestiftung Berlin, in Kooperation mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW) und der KOING GmbH. Durch Förderung der Senatskanzlei Berlin baut es als Pilotprojekt auf der Clair-Berlin-Initiative auf.

In Kooperation mit: