Wenige Klicks entfernt

Sicherheit im Netz: Vor wem möchte ich meine Daten schützen, welchen Aufwand dafür betreiben? Bevor man online geht, sollte man einige grundsätzliche Fragen klären – und etwas Mühe auf sich nehmen. Denn wer es Datenkraken schwer machen will, muss dafür etwas tun. Regelmäßig bietet Mirko Hohmann im CityLAB Berlin den Workshop "Sicher im Netz" an und gibt entsprechende Tipps, zum Beispiel am 05.02..

 

Die gute Nachricht des Abends ist: Wer Tracking unterbindet, verschiedene Identitäten und unterschiedliche Passwörter verwendet, hat in wenigen Schritten einen großen Beitrag geleistet, um das eigene Profil online zu verwischen. Und bei fast allen diesen Aktivitäten kann man sich unterstützen lassen.

Es gibt Add-ons, die Tracking verhindern, Dienste, die Besucher*innen regelmäßig von einer zufällig ausgesuchte Seite zur nächsten springen lassen und die Auswertung von Tracking-Daten sehr erschweren. Bei anderen Anbietern kann man Einmal-Emailadressen, ja sogar Kontodaten, generieren und verwalten lassen. Durch das Zwischenschalten solcher Anbieter verlieren sich die Spuren der Nutzer*innen im Netz. Allerdings muss man dann wieder einem Dienstleister die eigenen Daten anvertrauen. Daher kann man manche Dinge auch handhaben wir früher und zum Beispiel bei Passwörtern auf handgeschriebene, gut versteckte Zettel zurückgreifen. Da diese irgendwo deponiert werden müssen und nicht überall greifbar sind, kann man dann aber vielleicht nicht überall auf das Netz zugreifen…

Ziemlich schnell wurde das Spannungsfeld deutlich, in dem sich jede*r beim Thema „Sicherheit im Netz“ bewegt. Wer sicher surfen will, muss Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen. Wir bezahlen unseren Komfort mit Daten oder möglichen Einfallstoren für Kriminelle. Je sicherer das Ganze ablaufen soll, desto größere Sorgfalt ist vonnöten. Andererseits gilt für die meisten Nutzer*innen wohl, dass man mit wenigen Klicks viel erreichen kann. Denn die wenigsten Nutzer*innen werden gezielt ausspioniert; ihre Daten werden von den Unternehmen und auch von Cyberkriminellen genutzt, weil sie so einfach zu haben sind. Dagegen kann man was tun.

Mirko Hohmann bietet den Workshop regelmäßig an. Abonnieren Sie den Newsletter des CityLABs und informieren sich über die nächsten Termine!