Unboxing Calliope Mini mit Alvar Fischer

Nachdem wir unseren Klassensatz mit Calliopes aus der erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne erhalten haben, steht natürlich jetzt der praktische Einsatz an. Doch wie könnte der Erstkontakt mit der Calliope Mini aussehen?

Zielgruppe der Calliope sind eigentlich Grundschüler*innen ab der Klassenstufe 3 – dennoch haben wir überlegt, dass unser Schülerpraktikant Alvar, der sich vorher noch nicht mit dem Thema befasst hatte, eigentlich ein gutes Versuchsobjekt darstellt (sorry Alvar). Das umso mehr, als Calliope vor der breiten Einführung an der (Grund)Schule im ersten Schritt zunächst auch Lehrer*innen nahegebracht werden muss.

Daher haben wir Alvar gefragt, ob er sich für den Selbstversuch zur Verfügung stellt – hat er gerne gemacht. Und anschließend hat er seine ersten Eindrücke zusammengefasst.

Die Calliope Mini kommt in einer kleinen, bedruckten Faltschachtel, die schon außen etwas von dem zeigt, was einen erwartet.

Alvar hat dann den Verpackungsinhalt gesichtet.

Was war alles in der Box? Die Calliope, ein Batteriekasten und die notwendigen AAA-Batterien, ein USB-Kabel zum Anschluss an einen Rechner, zwei Krokoklemmen zum Anschluss an die sechs Pins und zwei LEDs, Basisinfos – und ein paar schöne Aufkleber!

Die Calliope Mini selbst enthält viele einzelne Elemente, die auf der Grafik dargestellt sind.

Calliope-Pinout; cc-by-sa Calliope gGmbH; mehr unter: http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/legalcode

Die Batterien in den Batteriekasten einsetzen, an den gekennzeichneten Stecker anschließen, einschalten – und schon läuft das erste kleine Programm zur Begrüßung ab!

Die Calliope animiert zu Beginn dazu, die Taster A und B zu drücken, also eine Eingabe zu machen. Dies geschieht über das 5x5 LED-Display. Als Bestätigung zeigt Mini einen Haken.

Das ist noch nicht alles – Calliope will geschüttelt werden! Der interne Beschleunigungssensor erkennt, ob man der Aufforderung folgt und bestätigt den Erfolg.

Am Display sieht die Aufforderung zum Schütteln so aus:

Jetzt wird´s komplizierter: Calliope will, dass man einen der vier Pins (0-3) berührt. Erkannt wird dies dadurch, dass man einen Stromkreis schließt (dazu muss man gleichzeitig am – Pol / GND anfassen).Um ehrlich zu sein – wir haben nachgeschaut, weil wir keine Reaktion der Calliope bekommen haben. Trotz geschlossenem Stromkreis (auch mit Krokoklemme) hat es nicht geklappt.

Alvar hat sich aber nicht entmutigen lassen und die Calliope nun mit dem kurzen USB/USB mini-Kabel an das Laptop angeschlossen.

Natürlich läuft sofort wieder das bereits bekannte Startprogramm ab, davon hat Alvar sich aber nicht stören lassen. Er hatte bereits die NEPO-Programmierumgebung des Open-Roberta-Projekts geöffnet, mit der man auch die Calliope Mini programmieren kann.

Weil diese Programmierumgebung mit grafischen Elementen (Blöcken) arbeitet, die wie Bausteine aneinandergefügt  werden, ist es sofort möglich, einfache Programme zu erstellen. Man kann diese in einem Simulator ausprobieren, um zu sehen, ob sie funktionieren. Wenn ja, kann man sie entweder direkt auf die Calliope laden oder speichern und später verwenden.

Aber auch die Calliope gGmbH hat einen passenden Calliope-Editor entwickelt, der ebenfalls mit grafischen Blöcken arbeitet. Hier kann man auch zwischen der grafischen Darstellung und dem Javascript-Listing umschalten, damit man den eigentlichen Code sieht.

Calliope-Pinout; cc-by-sa Calliope gGmbH; mehr unter: http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/legalcode

Was sagt nun unser Versuchskaninchen zu seinen ersten Calliope-Schritten?

"Das ist alles leicht zu verstehen. Aber wenn man die ersten Dinge mitgemacht und verstanden hat, muss es direkt weitergehen, sonst wird es schnell langweilig."

Uns jedenfalls hat es Spaß gemacht – und wir werden sicher noch eine Menge mehr mit der Calliope Mini machen!