Für eine offene Stadt

Wir launchen eine Seite zu Berliner Open Source-Projekten und laden alle herzlich ein, uns weitere Projekte zu nennen sowie die bereits vorhandenen offenen Codes zu nutzen und weiterzuentwickeln. Die neue Seite wird von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe gefördert.

Gestern ist https://berlinopensource.de/ online gegangen. Die neue Seite stellt IT-Projekte der Berliner Verwaltungen sowie Projekte von uns vor, die auf offene Software zurückgreifen. Neben kurzen Projektsteckbriefen gibt es Links zu den Codes.

Das vermutlich bekannteste Projekt, das Berlin Open Source vorstellt, ist unsere Webseite http://www.giessdenkiez.de. Auf der Seite sind die im Berliner Baumkataster verzeichneten Straßenbäume im Berliner Open Street Map-Stadtplan abgebildet und mit öffentlich zugänglichen Wetterdaten verknüpft, so dass Nutzer*innen die Wasserversorgung für einzelne Bäume verfolgen können. Die Seite hatte im Sommer 2020 bis zu 3.900 Besucher*innen am Tag und verzeichnet in diesem Frühjahr über 2.000 eingetragene Nutzer*innen. Die seit einigen Wochen ständig steigende Zahl von eingehenden Mails zeigt, dass das Thema die Berliner*innen auch in diesem Sommer wieder stark beschäftigen wird. -Die Gründe (Klimawandel, Trockenheit) sind nicht so erfreulich, aber uns freut natürlich das Interesse für solche gemeinwohlorientieren Applikationen, die aus offenen Daten entstanden sind (Baumkataster, Wetterdaten) und das Engagement für die Stadtgesellschaft!

Bald geht in Leipzig eine neue Webseite online, die den Quellcode nutzt, um in Leipzig einen ähnlichen Service anzubieten. Auch andere Initiativen bundesweit haben schon Interesse gezeigt. Damit zeigt die Seite beispielhaft die Vorteile von Open Source-Projekten: Verwaltungsdaten können für neue, bürgernahe Anwendungen genutzt werden, die IT-Landschaft wird transparenter. Das Teilen ermöglicht es, die Projekte sogar städteübergreifend weiterzuentwickeln.

Die Berliner Verwaltung setzt schon heute an vielen Stellen Open Source-Software ein, wie z.B. das von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe veranwortete Berliner Breitband Portal und das Berliner Open Data Portal. Bislang fehlte es jedoch an einer zentralen Übersicht für all diese Lösungen. Zu den Projekten der Verwaltung kommen zahlreiche Entwicklungen von Unternehmen oder aus der Zivilgesellschaft, die vom Land Berlin beauftragt oder gefördert werden. Das Portal BerlinOpenSource.de bietet die Möglichkeit, Open Source-Projekte ansprechend zu präsentieren und trägt damit dazu bei, die Berliner IT-Landschaft transparenter und partizipativer zu gestalten. Deshalb rufen wir die Community auf: Nutzt die Seite mit ihren Informationen für Eure Projekte und helft uns, sie mit weiteren Projektvorschlägen zu bereichern!