Die Wirtschaft entdeckt LoRaWAN

Die IHK Berlin hat 10 Thesen für eine zukunftsorientierte Berliner IoT-Infrastruktur veröffentlicht. Als Teil der Modernisierung der Stadt fordert man darin ein flächendeckendes LoRaWAN-Netz, das IoT in größerem Maßstab ermöglicht.

Es freut uns, dass die Wirtschaft die Vorteile dieser Technologie erkannt hat. Ob privates oder offenes Netz: Man kann sich dort Connectivity verschaffen, wo man sie benötigt, statt abzuwarten, ob ein Telekommunikationsunternehmen bereit ist, eine Mobilfunkstation so aufzustellen, dass Schmalband-Funk auch in Kellern und Industrieanlagen funktioniert. Ein Beispiel für Funkanbindung an schwierigen Orten ist die Fernheizungssteuerung durch Funk im Keller eines Berliner Unternehmens, die unser Report „IoT in der Praxis“ vorgestellt hat.

Unternehmen und Bürgern, die LoRAWAN zur Gewinnung erster Erfahrung nutzen wollen, empfehle ich immer noch die Nutzung des offenen Netzes von The Things Network. Mit etwas Glück gibt es in Berlin schon Connectivity vom Nachbarn. Falls nicht, kostet ein Gateway, das man einfach in die vorhandene Internet-Dose steckt, ab 80,- €. Und da man niemanden um Erlaubnis bitten muss, ist das schnell zu realisieren. Private Daten sind übrigens auch in einem offenen Netz privat.

Das nimmt nichts davon weg, dass die Erkenntnis der Kammer völlig richtig ist, dass öffentliche Unternehmen durch ein solches Netz mit geringem Aufwand Mehrwert für die Bürger*innen schaffen könnten, wenn Berlin das will. Etliche bewegen sich – hoffentlich deshalb -  ja auch schon geraume Zeit in der Berliner LoRaWAN-Community.