5G war mal. Wir sind jetzt bei 6G!

Das sechste und letzte unserer Gewinnspielgateways ist an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) offiziell in Betrieb gegangen. Zusammen mit unserem eigenen Gateway sind wir also eigentlich schon bei 7G.

Damit sind nun alle LoRaWAN-Gateways aus der Gateway-Verlosung, die unser Förderverein ermöglicht hat, online. Das Sechste jetzt in Oberschöneweide auf dem Campus Wilhelminenhof der HTW. Der hohe Standort sollte dafür sorgen, dass auch der Campus Treskowallee mit abgedeckt ist. Damit verschwindet ein weiterer weißer Fleck im offenen Netz von The Things Network im Berliner Südosten. Danke für den guten Standort an die HTW und die vielen HTW’ler, die an der Aufstellung mitgewirkt haben!

Das LoRaWAN-Gateway über den Dächern des Campus Wilhelminenhof der HTW Berlin

Wir freuen uns, dass damit ab sofort auch die Studierenden der HTW die Möglichkeit haben, mit dieser Technologie zu experimentieren und sich damit mit den Grundlagen der Funkanbindung von Sensoren und ähnlichen Endgeräten im Internet of Things vertraut zu machen. The Things Network (TTN) ist ein offenes Netz, das jeder kostenlos nutzen und erweitern kann, darf und soll – und zwar ohne Jemanden um Erlaubnis zu fragen. Deshalb bestehen die Experimentiermöglichkeiten natürlich nicht nur für Studierende der HTW, sondern für Jedermann im Empfangsbereich, ob Bürger, die z.B. mit selbst gemessenen Umweltdaten citizen science betreiben oder Hacker, Maker und andere Entwickler. Wer die Reichweite testen und kartieren möchte: Das geht in Verbindung mit einem Smartphone auch mit LoRaWAN-Wendgeräten ohne GPS und landet dann in der Karte von TTNMapper. Wer da, wo er ihn braucht, noch keinen Empfang hat, der verschafft sich diesen durch Aufstellen eines Gateways einfach selbst. 

Eine Einsteiger-Anleitung, wie man einen Sensor auf Arduino-Basis baut und ans Netz bekommt, findet sich im Github der Technologiestiftung. Dort gibt es auch noch Code für Füllstandstandssensoren samt Visualisierung und für einen mobilen Feinstaubsensor samt Kartendarstellung. Mehr Anleitungen gibt es direkt bei TTN und wer Anleitungen und LoRaWAN-Erklärungen lieber als Film konsumiert, findet tolles Material bei dem „guy with the swiss accent“.

Da man es nicht oft genug wiederholen kann: TTN ist ein offenes Netz. Private Daten bleiben privat! Grund: Alles zwischen Sensor und der Anwendung, die die Daten liest, ist End-zu-End verschlüsselt (128 bit AES). 

Für Bildungsaktivitäten kann man bei der Technologiestiftung eine IoT-Edition unserer Hackingbox entleihen. Darin sind Arduinos, Sensoren nach Bedarf und die nötige Funktechnik für LoRaWAN enthalten. Wenn erforderlich haben wir auch noch 3 Ausleih-Gateways, womit wir zusammen mit den oben genannten bei 10 G wären.