Mit Fonds und Lab für die Digitalisierung des Berliner Kulturbetriebs

Mehr als 200 Kulturschaffende kamen am 29. Oktober zur 2. kulturBdigital-Konferenz in der ufa-Fabrik in Berlin-Tempelhof. Dort stellte der Senator für Kultur und Europa, Dr. Klaus Lederer, den Digitalisierungsfonds für den Berliner Kulturbetrieb vor, der 2020 startet. Neben dem Senator sprach unser Vorstandsvorsitzende Nicolas Zimmer, über die konzeptionelle Vorbereitungsphase, die wir organisiert und durchgeführt haben. Außerdem berichten Vertreter*innen aus zahlreichen Berliner Kultureinrichtungen und der Freien Szene über ihre Digitalisierungsprojekte und die damit verbundenen Erfahrungen.

Dr. Klaus Lederer: „In vielen Kultureinrichtungen ist die Akzeptanz für Online-Vertrieb, für betriebliche Software und andere digitale Tools groß. Oft ist es aber schwierig, entsprechende Projekte während des laufenden Betriebs aufzusetzen und durchzuführen. Dabei sind die Themen über den gesamten Kulturbetrieb vom Theater über das Archiv bis zur Bibliothek häufig erstaunlich ähnlich. Mit dem Fonds zur digitalen Entwicklung im Kulturbereich werden wir Projekte fördern, die Berliner Kulturschaffende digital stärken und enger miteinander vernetzen.“

Nicolas Zimmer: „In der Konzeptionsphase für den Fonds haben wir 20 Veranstaltungen mit über 800 Kulturschaffenden durchgeführt und Themen identifiziert, die den Bereich bewegen: Auffindbarkeit im Netz, Urheberrechte, Projektmanagement beispielsweise beschäftigen alle. Wir haben jetzt ein kulturBdigital-Lab eingerichtet, das die Themen aufgreift und digitale Lösungen entwickeln wird, die dem gesamten Berliner Kulturbetrieb zur Verfügung stehen werden.“

Neben Beiträgen aus dem Berliner Kulturbetrieb zu Themen wie Digital Mindset und Data Literacy teilte Dr. Antje Schmidt, die Leiterin des Bereichs Digitale Inventarisierung am Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg, ihre Erfahrungen mit Open Access zur Nachnutzung von Sammlungen. Mit der Konferenz wurde darüber hinaus eine Diskussion zur Rolle der Kultur bei der Digitalisierung der Stadt im Smart City-Kontext angestoßen.

Alle Beiträge können hier nachverfolgt werden. Außerdem können die Dokumentationen der Beiträge sukzessive hier nachgelesen werden.