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30.11.2015

Workshop "Hybride Wertschöpfung"

Am 11. November 2015 ging es im Rahmen eines Workshops zum Thema „Hybride Wertschöpfung“ um einen bedeutenden Trend, der tiefgreifende Veränderungen in der Wirtschaft beschreibt.


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Mit der systematischen Verknüpfung von Produkten und Dienstleistungen zu kundenindividuellen Lösungen und dem Einsatz von modernen Informationstechnologien gehen hybride Unternehmen neue Wege).

In dem ersten Teil des Workshops zeigten zwei Vorträge von Alexander Eickelpasch (DIW, Berlin) und Dr. Sabine Korte (VDI Technologiezentrum, Düsseldorf) die Relevanz der hybriden Wertschöpfung aus volkswirtschaftlicher und förderpolitischer Perspektive auf. In drei Fallbeispielen präsentierten Dr.-Ing. Wolfgang Urban (GASAG, Berlin), Robert Schikora (GE Power Conversion, Berlin) und Jackson Bond (relayr, Berlin) die Potentiale und Herausforderungen der hybriden Wertschöpfung aus Sicht der Praxis. Es wurde deutlich, dass hybride Geschäftsmodelle in vielen Wirtschaftsbereichen - nicht nur im Maschinen- und Anlagenbau - für die Sicherung von Marktpositionen und die Erschließung neuer Wachstumspotentiale eine zunehmend wichtige Rolle spielen.

Im zweiten Teil des Workshops wurden die Potentiale und Herausforderungen der hybriden Wertschöpfung in Arbeitsgruppen vertieft. Zu den Kernergebnissen zählt die Schlüsselrolle der Digitalisierung für die Entwicklung neuer, hybrider Geschäftsmodelle. Während in den Diskussionsrunden Daten als der Rohstoff solcher Geschäftsmodelle herausstellt wurden, zeigte die Diskussion auch, dass die Verfügbarkeit großer Datenmengen allein für die Entwicklung solcher Angebote noch nicht ausreicht. Um einen Nutzen aus den zusätzlichen Daten ziehen zu können, bedarf es neben dem Aufbau von digitalen Infrastrukturen in Form von Sensoren, Kundenschnittstellen, Cloud-Plattformen und einer hochleistungsfähigen Breitband-infrastruktur vor allem Digitalisierungskompetenzen. So müssen Unternehmen in vielen Branchen Kompetenzen im Bereich Softwareentwicklung, Datenvisualisierung und Datenanalyse erst noch erlernen. Da hybride Leistungen häufig über Unternehmensgrenzen hinweg entwickelt werden, wurde auf die Notwendigkeit der Interoperabilität und Anschlussfähigkeit von digitalen Angeboten hingewiesen. Als Basis der Kommunikation zwischen Unternehmen einer Wertschöpfungskette wurde die hohe Bedeutung von Middleware-Plattformen deutlich, welche die Kommunikation zwischen unterschiedlichen Anbietern und Systemen ermöglichen. Schließlich zeigte die Diskussion, dass der offene Datenaustausch zwischen Kooperationspartnern und Abnehmern neue Anforderungen an die Unternehmens- und Kooperationskultur stellt und den vertrauensvollen Umgang mit zum Teil sensiblen Daten erfordert.    


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