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  • Thema Stiftung

Was tut sich eigentlich auf dem ehemaligen Flughafengelände Berlin-TXL?

  • Rubrik Aus der Stiftung
  • Veröffentlichungsdatum 03.05.2023
Frauke Nippel

„Gemeinsam die digitale Stadt entwickeln“: Unter dieser Überschrift steht das Leitbild für den FUTR HUB Berlin TXL, der auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens entsteht. Wie geht die Entwicklung voran? Der Förderverein Technologiestiftung e. V. war vor Ort, um sich ein Bild zu machen. Begrüßt wurde die Gruppe im gerade eröffneten Infocenter Berlin TXL von Gudrun Sack, Co-Geschäftsführerin der Tegel Projekt GmbH. Dann übernahm Dr. Stefan Höffken, Leiter Digitalisierung bei der Tegel Projekt GmbH. Er ging mit der Gruppe auf  das ehemalige Flughafengelände. Zurückgekehrt ins Infocenter, gab er anschließend einen Überblick über Digitalprojekte und stand für ein Q&A zur Verfügung, das vom stellvertretenden Fördervereinsvorsitzenden Prof. Dr. Klaus Semlinger moderiert wurde.

 

Das ehemalige Flughafengelände ist ein wahrer Zukunftsort

In zweifacher Hinsicht war der Höhepunkt der Führung die Besteigung des ehemaligen Flughafentowers. Von hier hat man einen exzellenten Blick über das 500 Hektar große Areal von Berlin TXL. Die alten Landebahnen liegen einem regelrecht zu Füßen und man sieht die beeindruckende Skyline von Berlin. Hier werden auch die Dimensionen des Geländes und seine Attraktivität deutlich: Es gibt wohl kaum eine andere Stadt, die in einer vergleichbaren Lage noch über so viel freie Fläche verfügt. Kein Wunder, dass das ehemalige Flughafengelände Berlin TXL zu den Zukunftsorten Berlins zählt. Geplant sind unter anderem mit dem Schuhmacher Quartier ein neues Wohnquartier für über 10.000 Menschen sowie die Urban Tech Republic – ein Forschungs- und Industriepark mit der Berliner Hochschule für Technik (BHT) als Nukleus. Die Zeitdimensionen sind gewaltig. Bis das Gelände endgültig entwickelt sein wird, wird es voraussichtlich 2042 sein. Aber: Bei allen Unwägbarkeiten, die ein solches Großprojekt mit sich bringt: Die ersten Wohnungen im Schuhmacher Quartier können vermutlich bereits 2027 bezogen werden.

Cloudbasierte Lösung für Berlin-TXL

Für die Datenspezialisten der Tegel Projekt GmbH bedeutet dies, dass sie den Bauträgern, den Ver- und Entsorgern, den bereits vorhandenen und neu hinzukommenden Ansiedlern, den Zwischennutzern und Besuchern eine Datenplattform zur Verfügung stellen wollen, die die verschiedensten Ansprüche erfüllt – technisch und sozial: Sie soll nicht nur einen reibungslosen Projektverlauf garantieren, sondern auch die Nachhaltigkeit des Bauens und Nutzens fördern, transparent und offen sein sowie eine gute Kommunikation aller Beteiligten ermöglichen. Dabei wird die Tegel Projekt GmbH, so verriet Dr. Höffken auf Nachfrage, auf ein eigenes Rechenzentrum verzichtet. Die Datenplattform entsteht in der Cloud.

Erste Projekte sind bereits im Gange: So ist das zukünftige Wassermanagement auf dem Gelände ein wichtiges Thema. Es gibt ein Drohnenmonitoring der auf dem Gelände lebenden Tiere und auch für die Infrastruktur, wie beispielsweise die Beleuchtung auf dem Gelände, sind auf jeden Fall smarte Lösungen geplant. Die anfallenden Daten werden, wo immer es möglich und sinnvoll ist, offengelegt und geteilt.

In der Coronazeit ist der Austausch mit anderen Projekten und der Community etwas zurückgegangen, wie Dr. Höffken leicht bedauernd feststellte. Gerade um solchen Austausch und die Vernetzung in Berlin zu fördern, bietet der Förderverein Veranstaltungen wie die in Berlin TXL an. Prof. Semlinger und seine Gäste waren deshalb am Ende sehr zufrieden mit dem Abend, der viel Information und Austauschmöglichkeiten bot.

Über das weitere Veranstaltungsangebot des Fördervereins halten wir Sie gerne auf dem Laufenden. Schreiben Sie uns eine Mail, um sich auf dem Veranstaltungsverteiler aufnehmen zu lassen: frauke.nippel[at]ts.berlin.

Weitere Informationen zum Förderverein finden Sie hier.