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Wer baut die digitale Stadt von morgen? Am Girls’ Day öffnen wir Räume für junge Menschen

  • Rubrik Aus der Stiftung
  • Veröffentlichungsdatum 04.02.2026
Marie-Claire Krahulec

Junge Menschen nutzen täglich selbstverständlich digitale Tools. Trotzdem sind Tech-Berufe und Entwicklungsteams noch nicht so vielfältig besetzt, wie sie sein könnten. In Schulbüchern, Studiengängen oder Teams prägen häufig noch traditionelle Rollenbilder das Bild von Technikarbeit. Programmieren oder Datenarbeit gelten dadurch oft als etwas, das wie „nicht für mich“ gedacht ist. Wir zeigen, dass die Realität ganz anders aussehen kann.

Zum Girls’ Day öffnen wir deshalb jedes Jahr unsere Werkstätten, Labore und Büros. Junge Frauen* arbeiten einen Tag lang praktisch mit Daten, Code und Hardware und entwickeln eigene Prototypen. Auch 2026 beteiligen wir uns wieder am bundesweiten Aktionstag. Warum uns das wichtig ist, erklären wir hier.

Warum uns der Nachwuchs wichtig ist

Digitale Anwendungen strukturieren den Alltag in der Stadt. Termine im Bürgeramt, krisensichere Kommunikation oder Mobilitätsdaten basieren auf Software und offenen Datensätzen. Diese Systeme entstehen nicht neutral. Sie spiegeln die Perspektiven der Menschen, die sie entwickeln.

Fehlen bestimmte Erfahrungen, fehlen sie später auch in den Anwendungen. Je vielfältiger die Teams, desto besser passen Lösungen zum Alltag in Berlin.

Frühe Einblicke helfen, diese Vielfalt aufzubauen. Wer heute reinschnuppert, baut vielleicht morgen selbst öffentliche digitale Infrastruktur.

Marie-Claire Krahulec :
Referentin für Kommunikation

Im Mittelpunkt steht praktische Arbeit.

Offene Daten werden zu eigenen Karten und Visualisierungen.
Aus wenigen Zeilen Code entstehen kleine interaktive Anwendungen.
Sensoren und Mikrocontroller zeigen, wie digitale und physische Welt zusammenarbeiten.
Bei der Data Physicalization bekommen Datensätze eine Form und werden als Objekte greifbar.

Vorkenntnisse sind nicht nötig. Neugier und Lust am Ausprobieren reichen. Entscheidend ist die Erfahrung, selbst etwas zum Laufen zu bringen.

Tech ist Teamarbeit und interdisziplinär

Viele verbinden Technikberufe ausschließlich mit Informatikstudium und Programmieren. Die Realität ist viel breiter.

Bei uns arbeiten Data Scientists, Designer:innen, Entwickler:innen, Creative Technologists, Projektmanager:innen und Kommunikationsexpert:innen gemeinsam an digitalen Lösungen. Manche kommen aus der Informatik, andere aus Sozialwissenschaft, Design oder Kulturarbeit.

Diese Bandbreite möchten wir sichtbar machen. Wer sich für Gestaltung, Analyse oder Organisation interessiert, findet hier ebenso einen Platz wie klassische Coder:innen.

Viele unserer Projekte starten nicht mit Code, sondern mit Skizzen und Gesprächen. Gestaltung ist ein genauso wichtiger Teil von Tech.

Marie-Claire Krahulec :
Referentin für Kommunikation

Ausblick auf den Girls’ Day 2026

Das Programm für den kommenden Girl’s Day wird derzeit vorbereitet.

Eingeladen sind junge Frauen*, die Technik nicht nur nutzen, sondern verstehen und mitgestalten möchten.

Informationen zu Ablauf und Anmeldung folgen in Kürze auf der Website.