Urban Technologies

Demographie und Technologie

Welche Auswirkung hat die „Lebenserwartung 100“? Berlin muss sich auf einen wachsenden Anteil älterer und alleinlebender Menschen vorbereiten.

Diese haben andere Anforderungen an die Stadt als junge Menschen und Familien. Der Wandel wird alle Bereiche des Lebens umfassen. Die Technologiestiftung befasst sich mit zwei wesentlichen Aspekten, die mit Technologie sehr gut weiterzuentwickeln sind: dem Wohnen und der Mobilität. Dabei werden die Chancen deutlich, die die Technologien für die Bewältigung des demografischen Wandels eröffnen.


Smartes Wohnen im Alter

Für ältere Menschen standen früher ebenerdig gelegene Wohnungen, sogenannte „Seniorenwohnungen“ zur Verfügung. Seit fast alle neuen Wohnprojekte Aufzuganlagen haben, ist die Zahl der Wohnungen, die man auch mit körperlichen Beeinträchtigungen erreichen kann, erheblich gestiegen, der Bedarf steigt aber ebenfalls. Bereits diese Barrierefreiheit ist ein wichtiger Faktor, der mit darüber entscheidet, wie lange ältere Menschen alleine leben können. Smarte Technologien, die Wohnungen mit der Außenwelt verbinden, bieten weitere Unterstützung. Die Technologiestiftung geht davon aus, dass langfristig die Technologien und die Märkte für Smart Home-Technik, gemeint sind Komponenten, die vorrangig der Bequemlichkeit oder der Energieeffizienz dienen, und diejenigen für gesundheitsrelevante Haustechnik, gemeint sind telemedizinische Systeme und Assistenzsysteme wie der Hausnotruf, zusammenwachsen werden.

Mobilität in der älterwerdenden Stadtgesellschaft

Anders als frühere Generationen sind die Menschen, die jetzt ins Alter kommen, zeitlebens sehr mobil gewesen und möchten auch im Alter auf diese Mobilität nicht verzichten. Und wie in der Wohnung ist auch hier Bauliches wie die Barrierefreiheit im öffentlichen Raum ein elementares Thema. Technologische Innovationen unterstützen ebenfalls die Mobilität bis ins hohe Alter: Fahrassistenzsysteme machen es möglich, länger Auto zu fahren. Virtuelle Routenplaner und Fahrauskünfte helfen, sich im öffentlichen Verkehr zu orientieren und unkompliziert von einem Verkehrsträger auf den anderen zu wechseln. Das macht es älteren Menschen leichter, sich weiterhin selbstständig in der Stadt zu bewegen. Elektro-Kleinfahrzeuge können dabei helfen, Wege zu bewältigen, die man bisher noch zu Fuß zurücklegen konnte – auch bei diesen geht die Technologiestiftung davon aus, dass Technologien mit denen aus dem Gesundheitsbereich, konkret mit den Mobilitätshilfen wie e-Rollstühlen zusammenwachsen, die bereits heute im Hilfsmittelkatalog der Krankenkassen stehen.


Ansprechpartner

Christian Hammel
Dr. Christian Hammel
Technologie und Stadt Leitung
E-Mail schreiben +49 30 46302 559
Anne-Caroline Erbstößer
Anne-Caroline Erbstößer
Technologie und Stadt Wissenschaftliche Mitarbeiterin