Jahresbericht 2017

Wir schaffen Offenheit

Die zunehmend komplexer werdenden Herausforderungen der Digitalisierung lassen sich nur noch in einem kollaborativen, offenen Innovationsprozess meistern. Offene Informationen und offene Innovationsprozesse stärken die Community und damit auch die Stärken des Standortes Berlin. Die Technologiestiftung stellt Stadtgesellschaft, Verwaltung und Wirtschaft  im Kontext der Digitalisierung offene Informationen, Software und Infrastruktur bereit und zeigt deren Anwendungsmöglichkeiten in Berlin praktisch auf.

Einführung

Grußwort der Senatorin
Ramona Pop

Vorwort des Kuratoriumsvorsitzenden
Prof. Heinrich Arnold

Einleitung des Vorstandsvorsitzenden
Nicolas Zimmer

Grußwort der Senatorin Ramona Pop

Technologiestiftung gibt wichtige Impulse für den digitalen Wandel in Berlin

Ramona Pop
Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe

Die Technologiestiftung Berlin begleitet den digitalen Wandel in Berlin und damit ein zentrales Zukunftsthema. Denn die Digitalisierung bietet der Stadt in mehrfacher Hinsicht interessante Entwicklungschancen. In einem dicht vernetzten Metropolenraum wie Berlin kann man die Infrastruktur mit digitalen Tools besonders effektiv steuern und smart machen. Wo digitale Systeme steuern, können sie Staus vermeiden helfen, dafür sorgen, dass Regenwasser bei trockener Luft an der Oberfläche verbleibt, und sicherstellen, dass regenerative Energien dort genutzt werden, wo sie aus Sonne oder Wind gewonnen werden.

Weniger Verkehr, ein nachhaltiger Umgang mit Wasser und neue Möglichkeiten, regenerative Energien zu nutzen, sind nicht nur wirtschaftlich sinnvoll, sondern bedeuten zudem mehr Lebensqualität für alle Berlinerinnen und Berliner.

Hinzu kommen die technologischen Möglichkeiten, die sich aus dem Megatrend Digitalisierung in nahezu allen Bereichen ergeben. Gerade am Forschungs- und Entwicklungsstandort Berlin entstehen Innovationen und sorgen für wirtschaftliches Wachstum. Berlin ist für seine kreative, oft aus den Universitäten und Hochschulen heraus gegründeten Startups berühmt.

Dabei geht alles sehr schnell. Trends und Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, einzuschätzen und zu vermitteln, ist eine wichtige Aufgabe. Die Technologiestiftung trägt dazu bei, die Potenziale sichtbar zu machen, die Akzeptanz zu fördern und die Stadt für die Zukunft fit zu machen. Darüber hinaus gibt sie wichtige Anregungen, die zeigen, dass wir Digitalisierung auch beeinflussen und steuern können, anstatt nur auf sie zu reagieren. Mit ihren Open Data-Projekten und ihrem klaren Votum für eine digitale Strategie zeigt die Technologiestiftung außerdem immer wieder, dass auch das Land ein entscheidender Akteur im Digitalisierungsprozess ist.

Ich schätze die Impulse, die von der Technologiestiftung ausgehen, und freue mich auf die weitere Zusammenarbeit.

Vorwort des Kuratoriumsvorsitzenden Dr. Heinrich Arnold

Digitalisierungsthemen vermitteln und voranbringen

Prof. Dr. Heinrich Arnold
Kuratoriumsvorsitzender der Technologiestiftung Berlin

Die Digitalisierung ist der Megatrend unserer Zeit. Entsprechend gravierend sind die Auswirkungen. Sie verändern alle Technologiebereiche, die Arbeitswelt und unseren Lebensstil. Dabei ist nur eines klar: Zurückdrehen kann man die Entwicklung nicht. Aber man kann sie nutzen, ja, sogar beeinflussen und mitsteuern und in vieler Hinsicht davon profitieren. Berlin wurde über das letzte Jahrzehnt zu einem bevorzugten Standort derjenigen, die die Entwicklung international prägen.

Mit der Technologiestiftung hat der Digitalstandort Berlin eine Einrichtung, die sicherlich einen Beitrag dazu geleistet hat. Ihre Positionierung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, Politik und Verwaltung macht sie zu einer wichtigen Vermittlerin zwischen den unterschiedlichen Akteuren mit ihren jeweils eigenen Kulturen. Gerade der Metropolenraum Berlin mit seiner vielfältigen Technologieszene braucht eine solche Einrichtung, die Akzente setzt und dazu beiträgt, die Attraktivität Berlins zu halten und weiterzuentwickeln.

2017 hat sich die Technologiestiftung mit Themen wie Blockchain und dem Internet der Dinge (IoT) beschäftigt und deren Potenziale für Berlin untersucht. Die große Resonanz auf die Publikationen sowie auf die angebotenen Veranstaltungen zeigt, dass die Stiftung die richtigen Themen aufgreift.

Eine wichtige Perspektive im Wirken der Technologiestiftung ist die Betonung des Aspektes der Offenheit: Open Source, Open Data, Open Access, Open X bis hin zur offenen Kultur Berlins. Darüber wird es gelingen, die Besonderheit Berlins als Innovationsstandort weiter auszuprägen.

Die Digitalisierung ist kein Zustand, sie ist ein Prozess, der ständig vorwärts schreitet und viele Chancen mit sich bringt. Es ist gut, dass Berlin mit der Technologiestiftung eine Einrichtung hat, die technologische Entwicklung begleitet und daraus Strategien für Berlin entwickelt. Ich freue mich, dass ich diese Arbeit als Kuratoriumsvorsitzender begleiten und unterstützen kann.

Einleitung des Vorstandsvorsitzenden Nicolas Zimmer

Offenheit schaffen

Nicolas Zimmer
Vorstandsvorsitzender der Technologiestiftung Berlin

Die wenigsten Menschen stehen morgens mit der Frage auf, wie sie ihre Stadt „smarter“ machen können. Das ist auch in Ordnung, denn Digitalisierung ist kein Selbstzweck. Aber die Digitalisierung ist entscheidend dafür, dass die Menschen Antworten auf große und kleine Fragen bekommen, die sie tatsächlich bewegen: Bin ich gesund beziehungsweise welche Therapie hilft mir dabei, es wieder zu werden? Wie komme ich heute ins Büro, ohne im Stau zu stehen oder muss ich dort nicht hin, weil ich vom Home Office aus arbeiten kann? Wie kann ich die Prozesse im Betrieb effizienter machen, wie Energie einsparen?

Die Digitalisierung schafft Neues

Digitale Tools unterstützen die Menschen heute in fast allen Lebensbereichen und verbessern unser Leben in vieler Hinsicht. Künstliche Intelligenz und das Internet of Things werden diese Entwicklung vorantreiben und weitere grundlegende Veränderungen bewirken. Auch wenn die Vorteile an vielen Stellen auf der Hand liegen, so verunsichern diese Technologien doch auch in besonderem Maße: Wer sammelt worüber welche Daten von mir, auf welcher Grundlage treffen Algorithmen Entscheidungen über meine Zukunft, wer kontrolliert das alles?

Auch die Stadt verändert sich gewaltig. Gerade komplexe Kreisläufe in verdichteten Räumen wie der Verkehr, die Energie- und die Wasserversorgung in der Metropole können digital gesteuert und damit nachhaltiger bewirtschaftet werden. Wenn die Stadt nach einem ordentlichen Sommergewitter genau so viel Regenwasser an der Oberfläche halten kann, dass es die Luft über die nächsten Tage angenehm und frisch hält, ist das gut für die Lebensqualität. Wenn Energie im Kiez aus dem Sonnenlicht und dem Wind gewonnen und direkt vor Ort verteilt werden kann, ist das nachhaltig, weil es fossile Energieträger schont. Digitale Tools können auch komplexe Kreisläufe entsprechend steuern. Eine wirkliche „Smart City“ ist also sehr viel mehr als das Schlagwort, als das es von vielen wahrgenommen wird.

Die Stadt von morgen ist offen

In der digitalisierten Stadt kommt auch der Verwaltung eine neue Rolle zu. Sie erhebt umfangreiche Daten zum Leben in der Stadt und verfügt damit über eine einzigartige Ressource für die Stadtgesellschaft. Die Technologiestiftung engagiert sich für einen offenen Umgang mit Daten und für eine digitale Strategie, die klärt, welche Daten die Verwaltung selbst nutzen will, welche sie für die Bürgerinnen und Bürger freigibt und welche sie an Interessentinnen und Interessenten verkauft. Aus „Vater Staat“, der Daten abfragt und weiterverarbeitet, ohne dies zu begründen und transparent zu machen, wird ein Dienstleister, der für die Bürgerinnen und Bürger da ist und neue Informationsdienste und Services anbietet. Bereits 2014 haben wir in der Studie „Digitales Gold“ errechnet, dass der volkswirtschaftliche Nutzen der Open Data-Strategie sich über die nächsten zehn Jahre für Berlin auf mehr als 30 Millionen Euro beziffern lässt. Aber schnell wurde klar, dass diese Zahlen ohne konkrete Projekte und Anwendungen ohne Substanz bleiben würden.

Wie die Verwaltungen selbst von digitalen Projekten profitieren kann, haben wir im Juni 2017 gezeigt, als wir ein gemeinsam mit dem Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg erarbeitetes Tool vorstellten, das den jeweils optimalen Zuschnitt von Einschulungsbezirken auf der Grundlage aktueller Schüler*innen- und Schulbelegungsdaten sehr viel schneller berechnet als das selbst erfahrene Bearbeiterinnen und Bearbeiter könnten. Diese können die eingesparte Zeit zukünftig nutzen, um die Entscheidungen transparent zu begründen und strittige Einzelfälle individuell zu bearbeiten.

Daten, die das Zusammenleben in Berlin dokumentieren, müssen übrigens nicht immer von den Verwaltungen stammen. Alle Bürgerinnen und Bürger können Transparenz schaffen, indem sie Daten von allgemeinem Interesse erheben und teilen. Der Ausbau des LoRaWAN-Netzes, für den wir uns einsetzen, ermöglicht den besonders unkomplizierten Transfer solcher Daten, die Berlinerinnen und Berliner auf ihren Wegen durch die Stadt mit Hilfe von mobilen Sensoren messen können. Was möglich ist, haben wir mit dem Projekt Sense 10 gezeigt, das Feinstaubmessung in Berlin dokumentiert.

Sense 10 war eines der ersten Projekte unseres Ideation & Prototyping Lab, das wir im Herbst 2017 gegründet haben und das seither weitere Projekte entwickelt hat, die zeigen, wofür offene Daten genutzt werden können.

Offenheit ist ein Indikator für den Erfolg unserer Arbeit

Die weitere Entwicklung und die Ergebnisse unserer Arbeit werden wir zukünftig an der Digital Openness messen, denn wir sind davon überzeugt, dass Offenheit ein wichtiger Faktor für die erfolgreiche Entwicklung des Digitalstandortes Berlin ist. Dazu gehören die rechtlichen Rahmenbedingungen, der Zugang beziehungsweise der Ausbau der Infrastruktur, digital mündige Bürgerinnen und Bürger sowie Projekte und Diskussionen, die die Entwicklung vorantreiben.  Die rechtlichen Rahmenbedingungen kann die Stiftung nicht ändern. Hier sind Politik und Verwaltungen gefordert. Die anderen Faktoren aber können wir mit gestalten und diese Chance nutzen wir.

Mit Studien und Veranstaltungen, Workshops und Projekten leisten wir unseren Beitrag zu mehr digitaler Offenheit in Berlin. Berlin ist der attraktivste und kreativste  Digitalstandort in Deutschland und gehört zu den Top 3 in Europa. Diese Position wollen wir auch vor dem Hintergrund der sehr dynamischen Entwicklung weiter ausbauen.

Übersicht

Team

Projekte
Das Jahr 2017 im Überblick – Chronologie der Ereignisse

Team

Nicolas Zimmer
Vorstandsvorsitzender


  • Aufsichtsrat KWB Kompetenzzentrum Wasser Berlin gGmbH
  • Beirat Mobility2Grid e.V.
  • Beirat Berliner Startup Unit
  • Beirat BENHU Berliner Entrepreneurship Netzwerk von Hochschulen und Unternehmen
  • Beirat TU-Campus EUREF gGmbH
  • Beirat und Aufsichtsrat TUBS GmbH TU Berlin ScienceMarketing
  • Koordinator Bundesverband Deutscher Startups e.V. -Industrie 4.0 
  • Mitglied Board of Trustees - TU El Gouna 
  • Mitglied Steuerungsrunde log in. Berlin
  • Mitglied Steuerungskreis der Zukunftsorte - SenWEB
  • Mitglied Verwaltungsrat – Gesellschaft von Freunden der TU Berlin e.V.
  • Mitglied Advisory Board – Code for Germany
  • Mitglied Ausschuss Wirtschaftspolitik und Innovation, Technologie und Industrie – IHK Berlin
  • Mitglied Ausschuss Digitale Wirtschaft, Telekommunikation und Medien – BDI
  • Mitglied Präsidium – BPWT
  • Mitglied Jury – Green Buddy Award
  • Mitglied Vorstand – Förderverein Technologiestiftung Berlin e.V.

Michaela Jakoplic
Finanzen & Administration
Geschäftsstelle Vorstand
Teamassistenz

Ivanka Plavsic
Geschäftsstelle Vorstand
Assistentin des Vorstandes

Karin Lemansky-Timm
Geschäftsstelle Vorstand
Referentin Gremien


Frauke Nippel
Geschäftsstelle Vorstand
Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

Erik Reinholz
Geschäftsstelle Vorstand
Wissenschaftlicher Mitarbeiter Öffentlichkeitsarbeit

Dr. Christian Hammel
Innovation Policies & Research
Leitung

  • Mitglied diverser Expertengremien und naturwissenschaftlich-technischer Communities

Anne-Caroline Erbstößer
Innovation Policies & Research
Wissenschaftliche Mitarbeiterin

    • Mitglied des Arbeitskreises Smart City Charta Deutschland des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)
    • Mitglied der AG Wohnen des Smart City Netzwerks Berlin
    • Mitglied des Expertengremiums BENE (Berliner Programm für nachhaltige  Entwicklung) der Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz

    Dr. Daniel Feser
    Innovation Policies & Research
    Wissenschaftlicher Mitarbeiter

    Regina Reichel
    Innovation Policies & Research
    Teamassistenz

    Dr. Benjamin Seibel
    Ideation & Prototyping Lab
    Leitung

    • Mitglied des Lenkungsausschusses der Research Data Alliance Deutschland

    Dr. Sebastian Meier
    Ideation & Prototyping Lab
    Lead Data Scientist

    Victoria Dykes
    Ideation & Prototyping Lab
    Wissenschaftliche Mitarbeiterin Open Data

    Fabian Dinklage
    Ideation & Prototyping Lab
    Visualisierung & Prototyping

    Annette Kleffel
    Netzwerke & Kooperationen
    Leitung

    Michael Scherer
    Netzwerke & Kooperationen
    Wissenschaftlicher Mitarbeiter

    • Mitglied des Fachbeirates Auswirkungen Digitalisierung im Cluster IKT, Medien und Kreativwirtschaft

    Jessica Frost
    Netzwerke & Kooperationen
    Referentin
    Digitale Entwicklung des Kulturbereichs

    Dr. Dieter Müller
    Empowerment & Capacity Building
    Leitung


    • Stimmberechtigtes Mitglied des Berliner Begleitausschusses Strukturfonds
    • Stimmberechtigtes Mitglied des Arbeitskreises EFRE
    • Vertreter der Treuhänderin in der Stiftung Analytische Röntgenphysik
    • Beirat HELLEUM-Kinderforscherzentrum in Marzahn-Hellersdorf
    • Mitglied des MINT-Netzes Berlin- Brandenburg
    • Beirat Beuth-Bonus - Qualifizierung für zugewanderte Akademikerinnen und Akademiker

    Carolin Clausnitzer
    Empowerment & Capacity Building
    Projektmanagerin Digitale Bildung

    Sara Reichert
    Empowerment & Capacity Building
    Projekt Coding-Klassenfahrt

    Edith Roßbach
    Finanzen und Administration, Leitung
    Kompetenzzentrum Wasser Berlin gGmbH (KWB), Geschäftsführung

    • Vorstandsmitglied und Schatzmeisterin des Lange Nacht der Wissenschaften e.V.

    Andrea Lüty
    Finanzen & Administration
    Rechnungswesen und kaufm. Projektmanagement

    Chronologie 2017

    Infrastruktur für alle schaffen

    Access

    Ideation & Prototyping Lab:
    Zeigen, was man mit offenen Daten machen kann

    LoRaWAN:
    Berlin fit machen für das Internet der Dinge (IoT)

    Breitband:
    Den Ausbau dokumentieren

    Ideation & Prototyping Lab: Zeigen, was man mit offenen Daten machen kann

    Im Sommer 2017 wurde das Ideation & Prototyping Lab gegründet. Im Lab werden digitale Werkzeuge erforscht und erprobt, um gemeinsam mit den Bürger*innen, Verwaltung und Unternehmen die Zukunft Berlins zu gestalten.

    Der Schwerpunkt der Projekte liegt im Bereich Open Data. Die Potenziale hat die Technologiestiftung bereits 2014 analysiert und beziffert. Im Lab zeigt sie jetzt an Projekten, welche Chancen für Transparenz und Partizipation in den Daten liegen.

    Mehr zum Lab und seinen Projekten

    Lorawan: Berlin fit machen für das Internet der Dinge (IoT)

    LoRaWAN ist die Abkürzung für Long Range Wide Area Network. Das Netz gilt aufgrund seiner technischen Eigenschaften – hohe Datenübermittlungskapazität bei niedrigem Energiebedarf – als besonders geeignet für IoT-Anwendungen, also den selbstständigen Austausch von Daten zwischen verschiedensten Produkten und Maschinen.

    Die Technologiestiftung engagiert sich deshalb für LoRaWAN. Das bedeutet zum jetzigen Entwicklungsstand vor allem, den weiteren Ausbau des Netzes voranzutreiben, LoRaWAN-Akteure in Berlin zusammenzubringen und Interessierte zu informieren.

    2017 ist es gelungen, eine Berlin-Brandenburgische LoRaWAN-Community zu initiieren, die sich seither regelmäßig in den Geschäftsräumen der Technologiestiftung trifft, aktuelle Anwendungen diskutiert und sich gegenseitig unterstützt. In Blogbeiträgen wurden die Ergebnisse der Treffen festgehalten. Die große Resonanz auf die Einladungen und regelmäßige Rückmeldungen der Veranstaltungsteilnehmer*innen dokumentieren, wie gut die Szene die Initiative angenommen hat.

    Ende des Jahres wurden außerdem Gateways verlost, um das Netz im Ballungsraum Berlin weiter zu verdichten. Die Reaktion auf unsere Aktion war so lebhaft, dass die Technologiestiftung die strahlkräftigsten Standorte auswählen konnte, die seither schrittweise in Betrieb gehen.

    Breitband: Den Ausbau dokumentieren

    Smarte Versorgungskreisläufe und die weitere Digitalisierung, also Smart City und Industrie 4.0, sind ohne eine leistungsfähige Infrastruktur nicht denkbar. Der weitere Ausbau der Breitbandinfrastruktur ist deshalb wichtig.

    Auf einer Internetseite hat die Technologiestiftung viele Informationen zum Thema „Breitband in Berlin“ zusammengestellt. Zu sehen ist beispielsweise, wie sich das Netz in den zurückliegenden Jahren entwickelt hat. Die Seite bietet den Besucher*innen darüber hinaus die Möglichkeit, die eigene Internetgeschwindigkeit zu messen – eine Angabe, die für die Nutzer*innen wichtig ist, weil das verlegte Breitbandnetz noch nicht immer bis zum einzelnen Anschluss reicht.

    Alle mitnehmen auf dem Weg in die digitale Zukunft

    Inclusion

    Hackathon Music Cities:
    Ideen für die Musikstadt von morgen entwickeln

    Workshops & Weiterbildungsangebote:
    Wissen & Kompetenz zur Digitalisierung vermitteln

    Veranstaltungen:
    Informieren und diskutieren

    Hackaton Music Cities: Ideen für die Musikstadt von morgen entwickeln

    2017 fand die Music Cities Convention, die größte internationale Musikmesse, erstmals in Berlin statt. Im Vorfeld boten Technologiestiftung und Sound Diplomacy am 31. März und 1. April einen Hackathon mit offenen Daten an. Die Daten waren für die Veranstaltung aufbereitet worden. Besonders erfreulich war, dass auch ein junges Unternehmen seine Daten zur Verfügung gestellt hatte und damit auf eine perspektivreiche Datenquelle, nämlich Unternehmensdaten aufmerksam machte.

    Der Hackathon zeigte, wie vielfältig die Nutzungsmöglichkeiten sind, wenn man sich kreativ mit offenen Daten beschäftigt. Vom Zugriff der Nachbar*innen auf die eigene Musikanlage zwecks Lautstärkenregelung über eine Plattform für Straßenmusik bis zum Analysetool reichten alleine die Themen der drei Preisträger*innen. Die prämierten Ideenentwickler*innen erhielten die Möglichkeit, sich im Rahmen der Music Cities Convention im Roten Rathaus einem großen Fachpublikum vorzustellen.

    Mehr im Blogbeitrag zum Hackathon

    Workshops

    Calliope: Weiterbildungsangebote für Lehrer*innen

    Kinder, die heute in eine digitale Welt hineinwachsen, sollen in der Schule ein Basiswissen zur Funktionsweise von Computern erwerben und erste Programmierkenntnisse erwerben. Dafür wird der Mini-Computer Calliope eingesetzt. Für die Grundschullehrer*innen stellt sich die Frage, wie sie den neuen Unterrichtsstoff aufbereiten sollen. Die Technologiestiftung bot deshalb 2017 eine Reihe von Workshops an, bei denen die Pädagog*innen die Mini-Computer kennenlernen und Projekte entwickeln konnten, die für den Einsatz im Unterricht besonders geeignet sind.

    Die Nachfrage nach den Workshops war groß, die Resonanz bei den Lehrer*innen sehr positiv. Die Möglichkeiten, den Mini-Computer einzusetzen, sind äußerst vielfältig.

    Im Sommer erwarb die Technologiestiftung mit den Geldern aus einer Crowdfunding-Kampagne einen Calliope-Klassensatz, der – wie viele andere digitale Tools – als Bestandteile der Hacking Box ausgeliehen werden kann.

    Mehr im Blogbeitrag zum 1. Calliope-Workshop

     

    Infralab-Workshop: Digitalisierung der öffentlichen Infrastruktur unterstützen

    Gerade für komplexe Kreisläufe und Systeme, wie sie die öffentlichen Betriebe Berlins, steuern, bietet die Digitalisierung große Chancen, effizienter und nachhaltiger zu wirtschaften. Die sechs großen Infrastrukturunternehmen der Stadt haben deshalb gemeinsam das InfraLab gegründet, in dem sie sich austauschen und gemeinsame digitale Projekte entwickeln.

    Am 8. November bot die Technologiestiftung im InfraLab gemeinsam mit dem Expertenkreis „Shared Data“ einen Workshop an, bei dem es um ver- und entsorgende Dienste in der Stadt ging und darum, wie die Zusammenarbeit noch besser gestaltet werden kann. Viele Veranstaltungsteilnehmer*innen machten deutlich, dass sowohl im Bereich des Datenaustausches als auch bei übergreifenden Arbeitsgruppen noch mehr Kooperation gewünscht wird.

    Mehr zum InfraLab-Workshop im Blogbeitrag

     

    Geo-Datenworkshop: Interessierten den Umgang mit offenen Daten erleichtern

    Während sich die Datenlandschaft dank progressiver Bestrebungen in Politik, Ämtern und Firmen zunehmend verdichtet, ist es bis zur tatsächlichen Anwendung freier Geodaten oft ein beschwerlicher Weg. Deshalb veranstaltete die Technologiestiftung am 1. Dezember gemeinsam mit der HafenCity Universität Hamburg und in Kooperation mit der Kommission „Kartographie und Forschung“ der Deutschen Gesellschaft für Kartographie (DGfK) einen Workshop, der sich mit Anwendungsfragen beschäftigte.

    Zum Workshop kamen viele Teilnehmer*innen auch von außerhalb, die die Möglichkeit annahmen, sich mit anderen Fachleuten zu den oft sehr speziellen Fachfragen auszutauschen.

    Veranstaltungen

    Treffpunkt Wissenswerte: Den Forschungs- und Entwicklungsstandort Berlin vorstellen

    Gemeinsam mit Inforadio bietet die Technologiestiftung die Veranstaltungsreihe „Treffpunkt WissensWerte“ an. Ziel ist es, den Berliner*innen Forschung und Entwicklung sowie Innovationen aus Berlin bekannt zu machen. Für die Sendung lädt der Wissenschaftsredakteur Thomas Prinzler Expert*innen ein, befragt sie und diskutiert mit ihnen. Die Gespräche werden aufgezeichnet und anschließend auf Inforadio ausgestrahlt.

    Die Sendungen werden archiviert und stehen als Podcasts zum Nachhören zur Verfügung.

    • 24. Januar 2017 „Der Kuss der Muse“ zu Künstlicher Intelligenz und Kreativität
    • 26. Juni 2017 „Das große Palaver“ zum Internet of Things
    • 28. September 2017 „Wohin mit dem Regen“ zum Wassermanagement in Berlin
    • 6. November 2017 „Mathe ist schön“ zur Allgegenwart der Mathematik
    • 4. Dezember 2017 „Bürger*innen schaffen Wissen“ zum Thema Citizen Science

    BerlinMinecraft bei der Langen Nacht der Wissenschaften: Zeigen, was man mit offenen Daten machen kann

    Die Technologiestiftung gehört bereits seit Beginn zu den Förderer*innen der Langen Nacht der Wissenschaften. Bei der Langen Nacht 2017 hatte sie auch selbst einen Stand im Lichthof der Technischen Universität Berlin, an dem Besucher*innen an einem 3D-Modell von Berlins Mitte spielen und Virtual Reality-Erfahrungen sammeln konnten. Das Spiel erweitert das bekannten und beliebten Computerspiel Minecarft. Es entstand auf der Grundlage von offenen Daten und wurde mittlerweile sogar von Code for Japan adaptiert. Wie bereits in den Vorjahren war der Andrang am Stand der Technologiestiftung bei der Langen Nacht groß.

    Mehr zum Minecraft-Projekt und zum kostenlosen Download der BerlinMinecraft-Karte

     

    Asien Pazifik-Wochen: Über den Tellerrand blicken

    Open Data-Strategien in Berlin und Asien standen im Mittelpunkt der Diskussionsveranstaltung der Technologiestiftung im Rahmen der Asien-Pazifik-Wochen 2017. Neben Nicolas Zimmer, dem Vorstandsvorsitzenden der Technologiestiftung, Wirtschaftsstaatssekretär Christian Rickerts und dem Berlin Unternehmer Dénes Honus saß Somasundaram Nagppan von der Malaysia Digital Economy Cooperation auf dem Podium.

    Deutlich wurde, dass die Gesprächspartner trotz der unterschiedlichen Hintergründe weitgehend einig waren: Wichtig für die Entwicklung sind international einheitliche Standards sowie eine weitere Aufklärung der Menschen, die sich über die Potenziale von offenen Daten nicht im Klaren sind.

    Mehr über die Veranstaltung im Blogbeitrag

    Über die Stiftung

    Stiftung transparent:
    Die wichtigsten Infos auf einen Blick

    Gremien:
    Mitglieder des Kuratoriums, Mitglieder des Vorstands

    Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit:
    Die Arbeit bekannt machen

    Stiftung transparent: Die wichtigsten Infos auf einen Blick

    Anschrift

    Technologiestiftung Berlin
    Grunewaldstraße 61-62
    10825 Berlin
    Telefon: 030 / 209 69 990

     

    Stiftungszweck

    Die Ziele der Stiftung sind gemäß „§ 2 Zwecke der Stiftung Satz (1)“ der Satzung:
    „Die Förderung von Wissenschaft und Forschung sowie Bildung in Bezug auf innovative natur- und ingenieurwissenschaftliche Technologien. Die Stiftung strebt die Entwicklung der Region Berlin-Brandenburg zu einem bedeutenden Standort in ausgewählten Technologiefeldern an.“

    Dies entspricht den folgenden Zwecken nach § 51ff Abgabenordnung (AO):

    • Förderung von Wissenschaft und Forschung
    • Förderung der Erziehung, Volks- und Berufsbildung einschließlich der Studentenhilfe

    Satzung der Technologiestiftung

     

    Entscheidungsträger

    Gemäß § 4 der Satzung hat die Technologiestiftung zwei Organe: Vorstand und Kuratorium. Der Vorstand besteht aus einem geschäftsführenden hauptamtlichen Vorsitzenden und zwei ehrenamtlichen stellvertretenden Vorsitzenden. Der Vorstand führt die Geschäfte der Stiftung.

    Das Kuratorium besteht aus 16 Mitgliedern. Es bestellt den Vorstand, überwacht die satzungsgemäße Geschäftsführung des Vorstands und legt die Grundzüge der Arbeit der Stiftung fest.

    Stammkapital

    32.668.180,88

    Beteiligungen

    KOMPETENZZENTRUM WASSER BERLIN GGMBH (KWB)

    Die Technologiestiftung Berlin hält einen Anteil von 50 Prozent an der Kompetenzzentrum Wasser Berlin gGmbH (KWB). Mit Projekten beispielsweise zur Energiegewinnung oder zur Rückgewinnung von Nährstoffen aus Abwasser zeigt das Kompetenzzentrum Wasser, wie man nachhaltig und effizient, also smart, mit der Ressource Wasser umgeht und Kreisläufe optimiert. Für Berlin, das führende Smart City in Europa werden will, können solche Pilotprojekte und das Know-how, das dahinter steckt, wichtige Impulse geben

    BERLIN PARTNER FÜR WIRTSCHAFT UND TECHNOLOGIE GMBH

    Die Technologiestiftung Berlin hält einen Anteil von 30 Prozent an der Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH (BPWT). Die Digitalisierung wird Berlin stark verändern und muss auch in die Unternehmen der Stadt getragen werden. Die Technologiestiftung ist Gesellschafterin der Berliner Wirtschafts- und Technologieförderungsgesellschaft Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH. Als Gesellschafterin sorgt sie dafür, dass Digitalisierungsthemen in die Wirtschafts- und Technologieförderung von BPWT einfließen.

    Gremien: Vorstand und Kuratorium

    Vorstand

    Nicolas Zimmer, Vorstandsvorsitzender

    Steffen Döring, ehrenamtliches Vorstandsmitglied; hauptberuflich Partner bei der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PwC)

    Prof. Dr. Gesche Joost, ehrenamtliche stellvertretende Vorsitzende (bis 10. November 2017); hauptberuflich Professorin für Designforschung an der Universität der Künste Berlin und Leiterin des Design Research Lab

    Prof. Dr. Ing. Ina Schieferdecker, ehrenamtliches Vorstandsmitglied (seit 26.02.2018); hauptberuflich Leiterin des Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme (FOKUS) und lehrt an der Technischen Universität Berlin zu »Quality Engineering of Open Distributed Systems«

    Kuratorium

    • Prof. Dr. Heinrich Arnold, CEO Detecon International (Vorsitzender)
    • Heidrun Rhode-Mühlenhoff, Leiterin Abteilung Betriebe und Strukturpolitik, Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe (Stellvertretende Vorsitzende)
    • Prof. Dr. Christian Thomsen, Präsident, Technische Universität Berlin (Stellvertretender Vorsitzender) 
    • Peter Albiez, Vorsitzender der Geschäftsführung, Pfizer Deutschland GmbH
    • Dr. Matthias von Bismarck-Osten, Generalbevollmächtigter, Investitionsbank Berlin 
    • Dr. Andreas Eckert, Vorstandsvorsitzender, Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG 
    • Harald Eisenach, Mitglied der Geschäftsleitung, Deutsche Bank AG 
    • Prof. Dr. Monika Gross, Präsidentin, Beuth Hochschule für Technik Berlin 
    • Christian Hoßbach, Stellvertretender Vorsitzender (seit 20. Januar 2018 Vorsitzender), DGB Bezirk Berlin-Brandenburg 
    • Prof Dr. Claudia Kemfert, Leiterin Abteilung Energie, Verkehr und Umwelt, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e.V.
    • Erwin Kostyra, Vizepräsident, Handwerkskammer Berlin 
    • Steffen Krach, Staatssekretär, Senatskanzlei - Wissenschaft und Forschung
    • Mathis Kuchejda, Geschäftsführer, Schmidt + Haensch GmbH & Co.
    • Dr. Hans Lindner, Leiter Global External Innovation & Alliances, Bayer AG
    • Ulrich Misgeld, Vorstandsvorsitzender, Förderverein Technologiestiftung Berlin e.V.
    • Dr. Heinz Neubert, Siemens AG, Leiter Technologiebereich Materials Design & Manufacturing Technologies

    Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit: Die Arbeit bekannt machen

    Newsletter

    Wer über die Arbeit der Technologiestiftung auf dem Laufenden bleiben möchte, sollte den Newsletter abonnieren. Er erscheint einmal im Monat und berichtet über Projekte, Arbeitsergebnisse und Veranstaltungen. Außerdem stellt er aktuelle Neuheiten der Internetseite von Berlin Innovation vor.

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    Blog

    Auf dem Blog berichten die Mitarbeiter*innen der Technologiestiftung über ihre Arbeit und kommentieren aus ihrer Sicht interessante Artikel und Ereignisse aus der Berliner Innovationszene. Leser*innen können alle Beiträge über einen entsprechenden Button direkt kommentieren.

    Zum Blog

     

    Twitter, Facebook & Co.

    Die Technologiestiftung kommuniziert in Echtzeit über ihre Social Media-Kanäle. Follower*innen sind so immer informiert.

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    Technologiestiftung bei Facebook

    Potentiale zeigen, Entwicklungen vorantreiben

    Dynamics

    Schulbereichsrechner:
    Digitale Tools für die Verwaltung entwickeln

    Studien & Reports:
    Standortbestimmung vornehmen, Potenziale vorstellen

    Berlin Innovation, Stiftung Analytische Röntgenphysik; Innovationspreis Berlin-Brandenburg:
    Stärken stärken

    Schulbereichsrechner: Digitale Tools für die Verwaltung entwickeln

    Kaum eine behördliche Entscheidung ist für die Bürger*innen mit so vielen Emotionen verbunden wie die Vergabe der Schulplätze. Zahlreiche Vorgaben, Kriterien und Einschränkungen rechtlicher Art müssen mit den Wünschen von Eltern und Kindern in Einklang gebracht und jedes Jahr neu abgewogen werden. Die Folge: Vielen Eltern erscheint der Prozess der Schulplatzvergabe intransparent.

    Die Technologiestiftung hat ein digitales Planungstool entwickelt, das es ermöglicht, Einschulungsbereiche auf Blockebene optimal, dabei transparent und nachvollziehbar zu gestalten. Das Tool unterstützt einen objektiven und transparenten Planungsprozess, der zu einer gleichmäßigeren Nachfrage und Auslastung der bestehenden Grundschulen führen und die stetig wachsende Zahl von Elternwechselwünschen reduzieren soll. Darüber hinaus kann das Tool eingesetzt werden, um neue Schulstandorte zu planen und alternative Szenarien durchzuspielen.

    Bei der Entwicklung des Tools arbeitete die Technologiestiftung eng mit dem Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg zusammen. Das Tool wurde am 16. Juni bei einem gemeinsamen Pressetermin vorgestellt und hatte ein lebhaftes Echo in der Presse.

    Mehr zum Projekt

    Studien & Reports

    Innovationserhebung: Standortbestimmung

    Seit 2012 lässt die Technologiestiftung für Berlin eine Befragung des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung so aufgestockt, dass branchenspezifische Aussagen möglich sind. Über diesen längeren Zeitraum werden Entwicklungen sichtbar, die es ermöglichen, passgenau einzugreifen. In die Erhebung 2016 flossen die Antworten von rund 1.700 Berliner Unternehmen ein.

    Die Innovationserhebung dokumentierte mit rund 3,5 Milliarden Euro einen neuen Rekord für Innovationsausgaben im Jahr 2015. Die Offenheit für Innovationen wurde auch bei der Digitalisierung deutlich, die im bundesweiten Vergleich überdurchschnittlich weit fortgeschritten war, aber auch hier noch am Anfang steht. Wie überall in Deutschland wurde auch in Berlin ein Großteil der Innovationsausgaben von der Chemie- und Pharmaindustrie, der Elektroindustrie, dem Maschinen- und Fahrzeugbau sowie der Softwarebranche getragen. Ebenso wie in der deutschen Wirtschaft insgesamt stellten diese vier Branchengruppen rund drei Viertel der Innovationsausgaben bereit. Allerdings waren die Anteile unter den Branchen in Berlin anders verteilt. Hier leistete die Chemie- und Pharmaindustrie (25,9 Prozent) und die Softwarebranche (9,6  Prozent) überdurchschnittlich große Innovationsausgaben und trugen zu dem besonderen Profil des Innovationsstandorts bei. Das Engagement zahlte sich aus. Der Anteil der Unternehmen, die ein neues Produkt oder eine neue Dienstleistung einführten (48 Prozent), lag deutlich über dem Bundesdurchschnitt (43 Prozent).

    Auch bei der Digitalisierung lagen die Berliner Unternehmen vorn: Deutlich mehr waren mit ihren Zulieferern und Kunden digital vernetzt als es bundesweit der Fall war. 35 Prozent der Unternehmen waren auch innerhalb der Produktion oder Dienstleistungserbringung vernetzt. Bundesweit waren es 23 Prozent.  

    Zur Innovationserhebung 2016

    Studie zu Blockchain; Zukunftstechnologien in und für Berlin

    Im Januar veröffentlichte die Technologiestiftung die Studie „Blockchains, Smart Contracts und das Dezentrale Web“.

    In Berlin beschäftigen sich verschiedene Startups mit dem Thema, das zurzeit vor allem den Finanzbereich verändert. Diese Gründungen tragen dazu bei, dass Berlin als deutsche Hauptstadt für digitale Finanzdienstleistungen gilt. Blockchain-Technologien sind überall interessant, wo  nachvollziehbare Supply Chains vorkommen. Zudem stellen sie klassische Plattformen in Frage. Dies gilt insbesondere für Märkte, die dezentral organisiert werden können, also beispielsweise für den Strommarkt nach der Energiewende.

    Die Studie stieß auf reges Interesse. Viele verbinden das Thema mit Bitcoins, können es aber schwer einordnen. Die Studie der Technologiestiftung zeigte die Potenziale der Technologien, aber auch die Notwendigkeit, die rechtlichen Rahmenbedingungen so zu verändern, dass sie eine weitere Verbreitung finden.

    Zur Blockchain-Studie

    Studie "IoT in Berlin: Stärken identifizieren und ausbauen

    Mit der Vernetzung von Maschinen und Messgeräten, dem sogenannten Internet of Things (IoT), tritt die Digitalisierung in eine neue Phase, in der sich die Wertschöpfung zunehmend von der Hard- auf die Software verlagert. Berlin als führender IoT-Standort profitiert von dieser Entwicklung.

    Im Juli stellte die Technologiestiftung Berlin gemeinsam mit Harald Zapp, dem Gründer und CEO des auf IoT spezialisierten Investors The Next Big Thing, die Studie „IoT in Berlin“ vor. Sie bietet eine Übersicht über die Szene in Berlin und untersucht sie auf ihre Zukunftspotenziale. Die Studie zeigte, dass fast die Hälfte aller IoT-Anbieter ihren Firmensitz in Berlin hat. Ebenfalls bemerkenswert: Die Berliner IoT-Unternehmen beschäftigen sich stärker als der Bundesdurchschnitt mit besonders perspektivreichen Technologiefeldern, in denen in den nächsten Jahren eine wachsende Wertschöpfung erwartet wird. Die Entwicklung vollzieht sich vor allem in jungen Startups, die durch eine gute Infrastruktur von Acceleratoren, Inkubatoren und Venture-Capital-Gebern unterstützt werden. Im Bundesgebiet sind es vor allem kleine und mittlere Unternehmen, die sich im IoT-Bereich entwickeln.

    Zur Studie "IoT in Berlin"

     

    Vernetzte Energie im Quartier: Stadentwicklung durch digitale Vernetzung

    Seit 2015 veranstaltet die Technologiestiftung regelmäßig Veranstaltungen zum Thema „Vernetzte Energie im Quartier“. Die Veranstaltungsreihe erfreut sich einer sehr guten Resonanz. Wenn des großen Interesses legte die Technologiestiftung im Dezember eine Publikation vor, die die im Rahmen der Veranstaltungsreihe präsentierten Projekte vorstellt. Zu den Beispielen gehören gut vernetzte Campi und Quartiere sowie smarte Gebäude, die keine Energie mehr verbrauchen, sondern im Gegenteil Energie beispielsweise zu Erzeugungsspitzen selbst an ihre Umgebung abgeben. Für die Publikation schrieb Claudia Kemfert, Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr und Umwelt beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung das Vorwort.
    Die Publikation zeigt, wo die klimaneutrale Zukunft in Berlin bereits stattfindet und macht damit eine wichtige Entwicklung sichtbar.

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    Stärken stärken

    BERLIN INNOVATION

    Mit der Webseite www.berlin-innovation.de  bietet die Technologiestiftung ein digitales Schaufenster des Innovationsstandortes Berlin. Die Beispiele reichen von energieeffizienten Beleuchtungskörpern über Softwarelösungen für die Verwaltung großer Wohnungsbestände bis zu intelligentem Fuhrparkmanagement. Präsentieren können sich alle, die eine Neuheit entwickelt haben. Das wichtigste Kriterium für die Aufnahme auf der Seite ist der Innovationsgrad des Angebots. Über die Aufnahme bei Berlin Innovation beschließt eine Fachjury.

     

    Stiftung Analytische Röntgenphysik

    Um die Forschung auf dem Gebiet der analytischen Röntgenphysik in Berlin fest zu verankern, hat die Technologiestiftung eine Stiftung konzeptioniert und errichtet, die es unterschiedlich großen Stifter*innen ermöglicht, sich gemeinsam mit anderen über einen zeitlich überschaubaren Zeitraum für Forschung zu engagieren. Dafür wurde eine nicht rechtsfähige Verbrauchsstiftung errichtet, die eine Professur an der Technischen Universität finanziert. Das Modell ist besonders für kleine und mittlere Unternehmen geeignet und inspirierte die Berliner Wissenschaftspolitik.

    Mehr zur Stiftung Analytische Röntgenphysik

     

    Innovationspreis Berlin-Brandenburg

    Um die Innovationsstärke der Hauptstadtregion nach außen sichtbar zu machen und die Vernetzung der Innovationsszene zu fördern, vergeben die Länder Berlin und Brandenburg jährlich den Innovationspreis. Der Preis hat sich als Gütesiegel weit über die Region hinaus etabliert und fördert die preisgekrönten Innovationen damit über das Preisgeld hinaus. Auch die Länder profitieren, weil sie einen guten Überblick über die exzellente Forschung und Entwicklung der Region erhalten
    Die Technologiestiftung gehört seit Jahren zu den Förderer*innen des Preises.

    Zur Website des Innovationspreises Berlin-Brandenburg

    Förderverein

    Der Förderverein Technologiestiftung Berlin e.V. bietet regelmäßig Clubabende mit interessanten Themen und Referent*innen an und veranstaltet jährlich eine öffentlliche Mitgliederversammlung.

    Mehr zum Förderverein