Innovationsstandort Berlin entwickelt sich überdurchschnittlich

Die Innovationserhebung Berlin 2015 präsentiert Kennzahlen zum Innovationsgeschehen in der Bundeshauptstadt. Sie zeigen, dass Berlin auf einem guten Weg ist.

Innovationen entscheidend für wirtschaftlichen Erfolg

12,2 Milliarden Euro Umsatz erwirtschafteten die Berliner Unternehmen 2014 mit Innovationen. Das waren 16,3% des gesamten Umsatzes. Damit lag der Anteil erstmals deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 15,5 Prozent. Sieht man sich einzelne Branchen an, werden die Unterschiede noch deutlicher: In der Berliner Elektroindustrie beispielsweise wurde jeder zweite Euro mit Innovationen verdient, deutschlandweit war es jeder Dritte.

Hochschulen und Forschungseinrichtungen für Berliner Innovationsprozess besonders wichtig

Zu den Erfolgsfaktoren des Berliner Innovationsgeschehens gehörte die enge Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft, die in den zurückliegenden Jahren zu Recht gefördert wurde. An rund einem Drittel der Kooperationen, die die Industrie für Innovationsvorhaben eingeht, ist eine Hochschule oder ein staatliches Forschungsinstitut beteiligt. Zum Vergleich: Bundesweit beträgt der Anteil 25 Prozent. Außerdem fällt auf, wie innovations- und kooperationsfreudig gerade die kleinen und mittleren Berliner Unternehmen sind.

In Berlin sind die kleinen und mittleren Unternehmen die Treiber des Innovationsgeschehens

Insgesamt investierten die Unternehmen rund 3,1 Milliarden Euro in Innovationen. Das sind 4,1 Prozent ihres Umsatzes.

Spitzenreiter unter den Berliner Innovatoren ist die Elektroindustrie einschließlich Messtechnik, Medizintechnik und Optik: 77 Prozent der Unternehmen arbeiteten an Innovationen, 72 Prozent führten ein neues Produkt ein. Auch in der Softwarebranche mit einer Innovatorenquote von 68 Prozent, im Bereich Forschung und Entwicklung (66 Prozent), im Bereich Energie/Wasser/Entsorgung (52 Prozent) und bei Nahrung/Getränke/Tabak liegen die Berliner Unternehmen bundesweit vorne.

Die Innovationserhebung Berlin 2015 basiert auf einer regelmäßigen, international standardisierten Erhebung des Zentrums für Europäische Wirtschaft (ZEW) aus dem Sommer 2015, deren Berliner Stichprobengröße im Auftrag der Technologiestiftung Berlin aufgestockt wurde. Die größere Stichprobe ermöglicht differenzierte Aussagen zu einzelnen Branchen. Die Technologiestiftung, die sich für offene Daten einsetzt, stellt die Daten erstmalig zur weiteren Verwendung auf ihrer Webseite zur Verfügung.

Wenn es um die Innovationskraft geht, hängt Berlin die bundesdeutsche Wirtschaft ab. Während im Bundesdurchschnitt die Umsätze mit Produktneuheiten sanken, steigerten Berliner Unternehmen ihren Umsatz mit Innovationen noch um 2,5 Prozent. Mittelständler waren sogar fast doppelt so stark wie der Bundesdurchschnitt in ihren Innovationsaktivitäten.


Ansprechpartner

Christian Hammel
Dr. Christian Hammel
Innovation Policies & Research Leitung
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