Wie Berlin alles mit allem vernetzt und davon profitiert

Mit der Vernetzung von Maschinen und Messgeräten, dem sogenannten Internet of Things (IoT), tritt die Digitalisierung in eine neue Phase, in der sich die Wertschöpfung zunehmend von der Hard- auf die Software verlagert. Berlin als führender IoT-Standort profitiert von dieser Entwicklung. Wir stellten jetzt eine Studie zum Thema vor, die eine Übersicht über die Szene bietet und die Zukunftspotenziale vorstellt.

 

Fast die Hälfte aller IoT-Anbieter hat ihren Firmensitz in Berlin. Ebenfalls bemerkenswert: Die Berliner IoT-Unternehmen beschäftigen sich stärker als der Bundesdurchschnitt mit besonders perspektivreichen Technologiefeldern, in denen in den nächsten Jahren eine wachsende Wertschöpfung erwartet wird. Die Entwicklung vollzieht sich in Berlin vor allem in jungen Startups, die durch eine gute Infrastruktur von Acceleratoren, Inkubatoren und Venture-Capital-Gebern unterstützt werden. Im Bundesgebiet sind es vor allem kleine und mittlere Unternehmen, die sich im IoT-Bereich entwickeln.

Nicolas Zimmer, unser Vorstand, wies bei der Präsentation der Studie darauf hin, dass  noch nicht alle Unternehmen auf das Thema vorbereitet sind – auch in Berlin nicht. Hier ist es vor allem die junge Startup-Szene, die Digitalisierung lebt und weiterentwickelt. Die Vernetzung der traditionellen Branchen mit der jungen Berliner Digitalwirtschaft, so Zimmer, muss unbedingt vorangetrieben werden. Denn die Wertschöpfung wird sich immer weiter in den digitalen Bereich verschieben und nur, wer mit Daten umgehen kann, wird zukünftig wirtschaftlich erfolgreich sein.

Harald Zapp, Gründer und CEO des auf IoT spezialisierten Investors The Next Big Thing erklärte: "Damit das Internet der Dinge in Deutschland seine vollen Möglichkeiten entfalten kann, brauchen wir die Voraussetzungen, tatsächlich alles mit allem zu vernetzen - vor allem Talente. Der Breitbandausbau ist in diesem Zusammenhang wichtig, aber zum Ausbau eines IoT-Ökosystems ist mehr nötig: Ich selbst engagiere mich mit meinem Unternehmen für den Ausbau der IoT-Hubs in Deutschland. Daneben sehe ich die Politik in der Pflicht. Sie muss für die nötigen Rahmenbedingungen sorgen. Dazu gehören – gerade bei IoT - neben dem Dauerbrenner Datensicherheit auch gezielte Investitionen in digitale Innovationslandschaften.“

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