Täglich fünf Erfindungen

Heute Mittag berichtete der Länderreport von Deutschlandradio über das Patentgeschehen in Berlin.

Interviewt wurde für diesen Beitrag Kollege Dr. Christian Hammel, der den Bereich Technologie und Innovation bei uns leitet. Ausgangspunkt für das Gespräch war die Publikation Technologieradar, die wir im letzten Jahr herausgegeben haben. Für den Technologieradar beauftragten wir die Berliner Firma mapegy,die auf die Auswertung solcher Datenbanken mit Big Data-Methoden spezialisiert ist, die Patentanmeldungen der Patentdatenbank PATSTAT von 1993 bis 2013  auszuwerten. PATSAT hat für diesen Zeitraum mehr als 60 Millionen Patentanmeldungen und 30 Millionen Patente in über 100 Ländern erfasst.

Die Studie zeigt vor allem eins: Berlin ist nicht wie andere. Das bezieht sich nicht unbedingt auf die Zahlen der Anmeldungen. Berlin belegt da zwar - dank einer vielfältigen Forschung und Entwicklung - einen Platz im Spitzenbereich, aber da gibt es noch andere Innovationsstandorte mit ähnlichen Quantitäten. Die Besonderheit liegt woanders: Die Stadt hat ihre besonderen Stärken in Bereichen wie der Elektroindustrie, in der Optik oder - immer stärker wachsend - in der Medizintechnik. Damit hat Berlin eher ein amerikanisches Profil als andere deutsche Standorte, wo die Stärke des Fahrzeug- und Maschinenbaus viel ausgeprägter ist als an der Spree. Und die Stadt ist dabei, dieses Profil weiter auszubauen.

Das ist gleich in zweierlei Hinsicht eine gute Nachricht. Erstens dürfte eine Entwicklung, die auf verschiedenen "innovativen" Beinen steht, besonders stabil sein. Und: Gerade in Bereichen wie der Elektro- und Medizintechnik gibt es zurzeit eine rasante Entwicklung, die viele Perspektiven bietet.

Wer heute Mittag nicht am Radio sitzen konnte, kann den 3 Minuten-Beitrag hier nachhören.