Stiftung Analytische Röntgenphysik auf der Zielgeraden

Am 27. November fand die 12. Stifterversammlung der Stiftung Analytische Röntgenphysik statt, die wir bei der Technologiestiftung treuhänderisch verwalten. Auf der Tagesordnung standen Arbeitsergebnisse, Weiterbildungsthemen und – sehr erfreulich – die gute finanzielle Situation der Stiftung, die somit ein Jahr länger arbeiten kann als ursprünglich geplant.

Im öffentlichen Teil der Sitzung stellte die AG von Prof. Kanngießer Ergebnisse ihrer Arbeit vor, beispielsweise zur Konservierung der Malereien in der nabatäischen Stadt Petra (im heutigen Jordanien). Die dazu notwendigen Untersuchungen basieren auf den Arbeiten der AG Kanngießer zur Analyse der Verteilung chemischer Elemente in kleinsten Materialvolumina; unersetzliche archäologische Proben können so zerstörungsfrei untersucht werden. Damit steht die vorgestellte Anwendung exemplarisch für die eigentliche Anwendung dieser Röntgentechnologien in den Materialwissenschaften, der Katalyseforschung, aber auch der Biologie.

In einem Gastvortrag stellte Katharina Kunze vom Ausbildungsnetzwerk Hochtechnologien am Ferdinand-Braun-Institut auch Maßnahmen in der Nachwuchsgewinnung bzw. der Aus- und Weiterbildung für die Wissenschaft und innovative Unternehmen vor, um den Blick für Karrierewege in der Region zu schärfen.

Während der nichtöffentlichen Versammlung der Stifter konnte ich dann den geplanten und jetzt verlängerten Weg der Stiftung Analytische Röntgenphysik darstellen: Die Verbrauchsstiftung erlischt planmäßig am 31.12.2020 nach fünf Zuwendungen an die AG Kanngießer. Weil während der Laufzeit weitere Mittel eingeworben wurden, kann die vereinbarte jährliche Zuwendung voraussichtlich auch im Jahr 2021 noch an die TU Berlin geleistet werden kann. Spätestens aber wenn diese Restmittel komplett ausgereicht sind, endet die Stiftung Analytische Röntgenphysik. Schon heute ist aber eines der Ziele der Stiftung erreicht; Frau Kanngießer hat in diesem Jahr eine TU-Strukturprofessur erhalten, so dass der Fortbestand der AG jetzt auch über die Laufzeit der Stiftung hinaus gesichert ist.