Sehr gut, besser, exzellent

Inforadio (rbb)

Sehr gut, besser, exzellent

Ein Blogbeitrag von Thomas Prinzler, Wissenschaftsredakteur bei Inforadio (rbb).

Deutschland will Spitze werden in der Forschung und ist es zum Teil schon. Damit das noch besser wird, gab es bis zum letzten Jahr die Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder – da waren die Berliner Freie Universität und die Humboldt-Universität erfolgreich als Exzellenzuniversitäten.

FU Berlin / Frederic Schweizer
FU Berlin / Frederic Schweizer
FU Berlin / Frederic Schweizer
FU Berlin / Frederic Schweizer
FU Berlin / Frederic Schweizer
FU Berlin / Frederic Schweizer
FU Berlin / Frederic Schweizer
FU Berlin / Frederic Schweizer
FU Berlin / Frederic Schweizer
FU Berlin / Frederic Schweizer
FU Berlin / Frederic Schweizer
FU Berlin / Frederic Schweizer

Nachfolger der Exzellenzinitiative ist nun die Exzellenzstrategie. Was werden die Berliner Universitäten vom großen Kuchen dieser Exzellenz-Förderung abbekommen? Mehr als eine halbe Milliarde Euro, ganz genau 533 Millionen jährlich, gibt es ab dem kommenden Jahr wieder für die Förderung exzellenter Forschung in Deutschland. Die Entscheidung, wer den Zuschlag für die Exzellencluster bekommt, wird im Herbst getroffen. Von nun an gemeinsam, nie mehr einsam, lautet das Motto der Freien Universität, der Technischen Universität, Humboldt-Universität sowie der Charite – Universitätsmedizin Berlin. Insgesamt neun zumeist gemeinsame Anträge haben die vier Einrichtungen abgegeben.

„Dadurch, dass wir Grenzen zwischen Institutionen überschreiten, dass wir Wege öffnen und uns gemeinsam füreinander öffnen, werden wir attraktiver für die internationale Wissenschaft“, betont FU-Präsident Peter-André Alt die Chancen, die sich ergeben. „Wir werden mit dem Antrag erfolgreich sein“, ist HU-Präsidentin Sabine Kunst überzeugt. Nur so könne sich die Stärke Berlins, die Vielfältigkeit der wissenschaftlichen Einrichtungen, der Universitäten, Hochschulen und außeruniversitären Institute, entfalten. „Wir müssen die Rolle in der Gesellschaft ernst nehmen und vermitteln, wozu und für wen wir da sind.“

Für die Gesellschaft relevante Themen gelte es anzupacken, so der Präsident der TU, Christian Thomsen, „mehr als in der Vergangenheit. Und man wolle Sprachrohr der Gesellschaft werden.“

Für den Vorstandsvorsitzenden der Charité Karl-Max Einhäupl ist das gemeinsame Vorgehen in der Exzellenzstrategie zwingend notwendig, denn die Themen für welche die vier Antragsteller stehen, „kann man als eine einzige Universität nicht mehr bearbeiten, weil sie zu umfangreich sind. Wir wollen mit dieser Initiative, die wir jetzt gemeinsam beschreiten, in der europäischen Universitäts- und Wissenschaftslandschaft mit an die Spitze dringen.“ Wenn Berlin es im Herbst schafft, drei der neun Anträge für ein Exzellenzcluster von der Deutschen Forschungsgemeinschaft bewilligt zu bekommen, dann steht dem Antrag auf das gemeinsame Exzellenzquartett Berlins nichts mehr im Wege. Nächstes Jahr im Juli fällt dann die Entscheidung ob die vier zu den Auserwählten der Exzellenstrategie gehören

Treffpunkt WissensWerte ist eine Reihe der Technologiestiftung Berlin und Inforadio (rbb). Die Sendung der 95. Veranstaltung, die am 24. Mai 2018 im Haus des Rundfunks stattgefunden hat, kann unter hier nachgehört werden.

Auf dem Podium waren:

Prof. Dr. Peter-André Alt
Präsident der Freien Universität Berlin

Prof. Dr. Karl Max Einhäupl
Vorstandsvorsitzender Charité - Universitätsmedizin Berlin

Prof. Dr. Sabine Kunst
Präsidentin der Humboldt-Universität zu Berlin

Prof. Dr. Christian Thomsen
Präsident der Technischen Universität Berlin