Innovationserhebung Berlin 2016: Rekordzuwächse & digitale Herausforderungen

Gemeinsam mit der Wirtschaftssenatorin Ramona Pop haben wir gestern die Innovationserhebung Berlin 2016 vorgestellt. Die Zahlen zeigen: Mit einem Plus von 15 Prozent bei den Innovationsausgaben entwickelt sich Berlin dynamisch. Gleichzeitig wird deutlich, dass der Standort in Sachen Industrie 4.0 noch am Anfang steht.

In Berlin gibt es regelrechte Hotspots für Innovationen in Adlershof, Kreuzberg Ost, Prenzlauer Berg und in der City West mit jeweils ganz eigenen Profilen. Ein Fünftel der innovativen Unternehmen ist hier zuhause. Wie überall in Deutschland wird auch in Berlin ein Großteil der Innovationsausgaben von der Chemie- und Pharmaindustrie, der Elektroindustrie, dem Maschinen- und Fahrzeugbau sowie der Softwarebranche getragen.

Ebenso wie in der deutschen Wirtschaft insgesamt stellen diese vier Branchengruppen rund drei Viertel der Innovationsausgaben bereit. Allerdings sind die Anteile unter den Branchen in Berlin anders verteilt. Hier leistet die Chemie- und Pharmaindustrie (25,9 Prozent) und die Softwarebranche (9,6 Prozent) überdurchschnittlich große Innovationsausgaben und tragen zu dem besonderen Profil des Innovationsstandorts bei.

Auch bei der Digitalisierung liegen die Berliner Unternehmen vorn: Deutlich mehr sind mit ihren Zulieferern und Kunden digital vernetzt als es bundesweit der Fall ist. 35 Prozent der Unternehmen sind auch innerhalb der Produktion oder Dienstleistungserbringung vernetzt. Bundesweit sind es 23 Prozent. 

Die Berliner Unternehmen schätzen auch die Rahmenbedingungen für die Digitalisierung besser ein als der bundesdeutsche Schnitt. Allerdings sieht in Berlin jedes vierte Unternehmen mangelnde Datensicherheit und jedes fünfte Unternehmen fehlenden Datenschutz als Hindernisse für die weitere Entwicklung.

Der Innovationserhebung Berlin 2016 liegt eine Befragung des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung zugrunde, die im Auftrag der Technologiestiftung so aufgestockt wurde, dass branchenspezifische Aussagen möglich sind. Insgesamt flossen die Antworten von rund 1.700 Berliner Unternehmen in die Erhebung ein.

Infografiken zum Download


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