Ergebnisse des fünftes LoRaWAN- / TTN-Treffens

Am letzten Freitag, dem 16. Februar, hat sich bei uns die LoRaWAN-Community getroffen. Ein Ergebnisbericht.

Eine Zusammenstellung sämtlicher besprochenen Themen findet sich auf der Seite der Berliner TTN-Community, deshalb hier nur die wichtigsten Ergebnisse:

Netz

  • Die Community wächst. 51 „Contributors“ betreiben aktuell 41 Gateways. Der Ausbau wird auch in 2018 relevant bleiben.
  • Die Gateways sorgen in einem Großteil der Innenstadt für Connectivity, zumindest irgendwo in der Nähe. Für Straßenschluchten oder gar indoor gilt dies allerdings nicht – „es ist eben Funk“. Wie viele Gateways für Abdeckung in der Fläche wirklich nötig wären, lässt sich kaum seriös abschätzen. Netz an einem bestimmten Ort kann man sich mit TTN selbst schaffen.
  • Die Community wäre über mehr mappende Mitglieder erfreut. Ttnmapper.org und ein Smartphone ermöglichen das auch mit primitivsten Motes.

2018 als „Jahr der Nodes"

  • Eigenentwickelte Hardware für Nodes wurde kritisch gesehen. Einerseits gibt es genügend und ständig neue Boards am Markt, andererseits wäre Funkequipment, das marktfähig sein soll, mit hohen Kosten zulassungspflichtig (auf Konformität zu zertifizieren). Auf der Gateway-Seite scheinen Erweiterungen für handelsübliche WiFi-Router zwar denkbar, zumal es schon Geräte openWRT-Basis gibt. Ob das zu billigen Lösungen für die Verbreitung führt, schien aber fraglich, da die LoRa-Funkboards kaum günstiger sind als günstige Gateways.
  • Als wünschenswert und sinnvoll wurde eine Konzentration auf die Entwicklung ganzer Anwendungen vom Sensor bis zur Datenvisualisierung oder zur Auslösung einer Aktion angesehen. Eine gemeinsame „Killer-Anwendung“ fand sich nicht. Da die benötigte Technologie und die nötigen Kenntnisse bei vielen denkbaren Anwendungen allerdings ähnlich sind, wurden Workshops zum Erlernen oder Austausch der Kenntnisse als sinnvoll erachtet.

Varia

  • Die Maker Faire hat der TTN-Community angeboten, auf der Maker Faire von 25.-27.5. vertreten zu sein. Kosten würden nicht anfallen, da die Community nichts verkauft. Umfrage läuft in der Community.
  • Die Hardware für die IoT-Hackingbox ist da. Das sind 20 Arduino Mega mit Dragino-Shield, vorkonfiguriert mit einem „Hello World“ für TTN, außerdem Sensoren und ein Leihgateway. Für Schüler*innen-Aktivitäten sucht die Technologiestiftung noch Mitstreiter*innen, die Spaß haben, Experimente und Anleitungen zu entwickeln.

Viele weitere Punkte in Stichworten hier.