Die Regenmacher

Hier im Blog haben wir schon vor einigen Wochen über den Zwischenstand des Projekts Lab2Venture Berlin/digital mit den Schülern der Wilmersdorfer Comenius-Schule berichtet. Die Schüler aus dem Asperger-Förderzentrum der Schule hatten den Auftrag übernommen, eine eigene Pflanzenbewässerungsanlage zu entwickeln und damit unsere Bewässerungsanlage auf der Dachterrasse (die Regentrude; eine Anwendung der Hacking Box) zu optimieren. 

Am 17.06.19 fand nun die Abschlusspräsentation dieser Lab2Venture-Runde im Zeiss-Großplanetarium in der Prenzlauer Allee statt und man kann festhalten, dass die Schüler AG der Comenius-Schule ihr Projekt dort sehr gut präsentiert haben. Als Auftraggeber ist man natürlich immer etwas voreingenommen, aber die Bilanz des Projekts mit dem Namen „ZAP“ (Zuverlässige Arduinogesteuerte Pflanzenbewässerungsanlage) kann sich wirklich sehen lassen:

  • Das technische Projektziel wurde erreicht, d.h. die optimierte Anlage steht im Schulgarten und bewässert mit einem Arduino zuverlässig die angepflanzten Möhren.
  • Das alles geschah im Zeitrahmen, d.h. die Deadlines wurden eingehalten.
  • Auch das Projektbudget wurde eingehalten (sogar unterschritten).
  • Eine Dokumentation wurde übergeben, diese wird demnächst auf den Seiten der Comenius-Schule und der Technologiestiftung Berlin verfügbar sein.
  • Die Ergebnisse sind bei unserer eigenen Anlage anwendbar.

Die Schüler haben in ihrer Präsentation übrigens nicht verschwiegen, dass es auch Fehlschläge gab. So wurde u.a. ein Arduino – Microcontroller (das Herz der Steuerung) - aufgrund eines Kurzschlusses zerstört. Diese Erfahrung zeigt, dass der Weg zum Ziel nicht immer gerade ist, manchmal sogar etwas „umständlich“ (O-Ton). Das positive Ergebnis beweist aber, dass alle Probleme im Team gelöst werden konnten. Dafür gab es ein Zertifikat für die erfolgreiche Projektdurchführung.

Ich möchte an dieser Stelle den Schülern der Comenius-Schule für ihr Engagement im Projekt danken – dieses Projekt mit euch war auch für mich lehrreich und hat Spaß gemacht.

Auch an Dr. Cornelia Meyer, die Lehrerin der Klasse, meinen Dank – dafür, dass sie ihren Schülern diese Möglichkeit außerschulischer Kooperation geboten hat.

Schließlich an Marion Immel vom Lab2Venture-Projekt, die die Last der Organisation für sehr heterogene Schulprojekte übernommen hat und den beteiligten Schüler*innen die Möglichkeit gibt, durch Projekte mit Ernstcharakter erste Einblicke ins Berufsleben zu bekommen.

Es ist daher sehr erfreulich, dass es positive Signale zur Fortführung des Projekts gibt und so noch mehr zukünftige Fachkräfte erste Erfahrungen in der Projektarbeit sammeln können.