„Das Kind braucht einen Namen“

Das Projekt zur digitalen Entwicklung im Kulturbereich hat nun offiziell einen Namen. Zusammen mit verschiedenen Kolleg*innen aus der Technologiestiftung haben wir uns innerhalb eines Naming-Workshops auf die eingängige und passende Bezeichnung „kulturBdigital“ geeinigt.

Der digitale Wandel hat auch den Kulturbereich längst erreicht. Um den Anforderungen diesbezüglich gerecht zu werden, plant die Senatsverwaltung für Kultur und Europa für das Jahr 2020 einen Innovationsfonds zur digitalen Entwicklung im Kulturbereich. Gemeinsam mit Akteur*innen aus landes- und bezirksgeförderten Einrichtungen sowie der Freien Szene soll nun auch praktisch erprobt werden, wie der Fonds möglichst bedarfsgerecht gestaltet werden kann. Für diese Konzeptionsphase des Innovationsfonds hat die Senatsverwaltung uns als Partnerin gewonnen. Mit dem Projekt möchten wir sparten- und einrichtungsübergreifend Kulturakteur*innen befähigen, Digitales in der täglichen Arbeit mitzudenken.

Es ist Freitag, der 13. Juli, und Edmundo Galindo, neuer Mitarbeiter im Rahmen des Projektes, organisiert bereits an seinem zweiten Arbeitstag in der Stiftung einen Workshop zur Entwicklung eines geeigneten Projektnamens. Hierzu haben wir uns abteilungsübergreifend zu siebt dieser wichtigen Aufgabe angenommen, um aus verschiedenen Blickwinkeln den optimalen Projektnamen zu generieren.

„Bitte überlegt Euch spontan, welche Namen Eurer Meinung nach am besten das widerspiegeln, was das Projekt verkörpert. Durch welche Bezeichnung verstehen Außenstehende, worum es in dem Projekt grundlegend geht? Ihr habt sieben Minuten Zeit, um all Eure Ideen aufzuschreiben.“, leitet Edmundo den Workshop ein. Es herrscht kreative Stille.

In weiteren Runden werden die Namensvorschläge gegenseitig bewertet, sodass die Auswahl an Vorschlägen eingegrenzt wird. Vor den Workshop-Teilnehmer*innen steht nun ein Whiteboard mit all den Vorschlägen, die bereits generiert wurden und teilweise in die engere Auswahl gekommen sind.

Es folgt eine offene Abstimmung, in der die bereits eingegrenzten Namensideen auf drei Varianten reduziert werden. Abschließend darf sich jede*r der Beteiligten für einen Projektnamen entscheiden und muss dies argumentativ begründen.

And the winner is… „kulturBdigital“. Der Projektname spiegelt, im Vergleich zu den anderen Ideen, die Schlüsselwörter „Kultur“ und „Digital“ in einem Berliner Kontext wider, welcher durch das „B“ hervorgehoben wird. Bei englischer Aussprache des Buchstabens „B“ geht die Bezeichnung darüber hinaus in Richtung der Hauptstadtkampagne „be Berlin“, sodass es „be digital“ heißt.

Der Projektname ist also nicht einfach durch „Ene, mene, muh und raus bist du“ entstanden. Vielmehr steckt ein mehrstufiges Auswahlverfahren dahinter, welches Edmundo Galindo geleitet hat. Wir sind stolz, einen so engagierten und kreativen neuen Mitarbeiter wie ihn im Projekt zur digitalen Entwicklung des Kulturbereichs begrüßen zu dürfen, ohne den die Namensfindung nur halb so viel Spaß gemacht hätte. Ein riesiges Dankeschön geht auch an alle beteiligten Kolleg*innen.