Breitbandausbau Berlin – jetzt repräsentative Zahlen

Breitband gilt als wesentliche Voraussetzung für Industrie 4.0 und die weitere Digitalisierung aller Lebensbereiche. Der Stand des Ausbaus wird deshalb als Indikator für die Zukunftsfähigkeit einer Region gewertet. Ende 2017 wurden erstmals repräsentative Zahlen als offene Daten zum Breitbandausbau in Berlin veröffentlicht. Die Zahlen, die auf LORs (administrative Planungsräume) runtergebrochen sind, zeigen, was sich in Berlin tut.

Breitbandversorgung bei geschäftlichen Anschlüssen in Berlin

So zeigt sich, dass sich der Trend der vergangenen Jahre fortsetzt und die Bezirke ihren Ausbau vorantreiben. Speziell Bezirke, die zuvor noch etwas abgeschlagen waren wie beispielsweise Pankow, haben aufgeholt. Während die Versorgung für gewerbliche Kunden in ganz Berlin bereits sehr gut ist, gibt es bei der privaten Versorgung speziell in den äußeren Bezirken und einigen östlichen Bezirken noch Nachholbedarf (beispielsweise Pankow, Treptow-Köpenick und Lichtenberg). Weitere Auswertungen sowie Karten und Grafiken finden Sie bei unserem Ideation & Protoyping Lab.

Die zugrundeliegenden Daten wurden vom TÜV Rheinland erhoben und bilden die vor Ort anliegenden „möglichen“ Geschwindigkeiten ab. Die „tatsächliche“ Geschwindigkeit für Firmen und Bürger*innen kann aber davon abweichen, bedingt durch vertragliche und technische Gründe. Neben den vorliegenden Daten kursierte in den letzten Wochen ein Ranking deutscher Städte nach der örtlichen Breitbandgeschwindigkeit. Berlin belegte hier einen der hinteren Plätze. Die in der Studie genutzten Daten lassen die von der Studie durchgeführten Rückschlüsse leider gar nicht zu, was uns auch von der Bundesnetzagentur bestätigt wurde, die für die Erhebung der Daten zuständig ist (mehr). Wer ein Interesse am aktuellen Stand des deutschen Breitbandausbaus hat, kann sich hier ein besseres Bild im deutschen Breitbandatlas verschaffen.