1. Open Data Lunch: Stimmung eingefangen, Bedarfe ermittelt

Zum Auftakt der neuen Open Data Informationsstelle (ODIS) haben wir am 30. Mai das erste „Open Data Lunch“ für Beschäftigte der Berliner Verwaltungen ausgerichtet. Rund 20 Teilnehmende aus verschiedenen Senatsverwaltungen und Bezirksämtern haben die Gelegenheit zum Austausch in unseren Räumen wahrgenommen. Das Hauptziel war, gemeinsam mit den Verwaltungsbeschäftigten aktuelle Bedarfe herauszuarbeiten, um unser Unterstützungsangebot zu präzisieren.

Im Wesentlichen drehte sich die Diskussion um vier Punkte:

  • Austausch: Welche Möglichkeiten gibt es, die Vernetzung von Open Data-Interessierten in der Verwaltung zu verbessern?
  • Technische Hilfe: Welche technischen Werkzeuge können die Datenbereitstellung verbessern?
  • Strukturen und Prozesse: Wie kann die Veröffentlichung besser koordiniert und Zuständigkeiten klarer definiert werden?
  • Anwendungen: Welche konkreten Nutzungsszenarien sind für offene Daten denkbar?

Um ein Stimmungsbild zu erhalten, wurden die Teilnehmenden gebeten, die verschiedenen Felder zu priorisieren. Die Abstimmung war low-tech (gute alte Klebepunkte), aber effektiv und im Ergebnis recht eindeutig: Der größte Bedarf wurde im Bereich „Strukturen und Prozesse“ gesehen, also bei der besseren Koordination und Organisation der Datenveröffentlichung. Unklare Zuständigkeiten, eine fehlende Übersicht über vorhandene Datenbestände und das Fehlen einheitlicher Standards waren drei der wesentlichen Herausforderungen, über die im Folgenden eingehender diskutiert wurde.

Handlungsbedarf wurde grundsätzlich auch in den anderen Felder diagnostiziert. Gleichwohl wurde aber deutlich, dass funktionierende Strukturen und Prozesse des Datenmanagements die wesentliche Grundlage für alle weiteren Schritte bilden – zunächst einmal müssen wir verstehen, welche Daten überhaupt an welcher Stelle vorliegen und wie diese gegenwärtig verarbeitet, gespeichert und gegebenenfalls veröffentlicht werden.  

Für uns war diese Veranstaltung ein sehr gelungener Auftakt und eine wertvolle Gelegenheit, die „Innensicht“ der Verwaltung beim Thema Open Data besser nachvollziehen zu können. Vor allem freute uns die hohe Motivation und der Ideenreichtum der Teilnehmenden, bei denen wir uns an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich bedanken. Wir nehmen viele Ideen und Erkenntnisse mit, die wir dazu nutzen werden, das Unterstützungsangebot von ODIS weiterzuentwickeln.