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05.10.2016

Berliner Hinterhof wird smart

Technologiestiftung Berlin stellt Studie zur Produktion in der Stadt vor


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Berlins Gewerbeflächen müssen für die Anforderungen der digitalisierten Wirtschaft weiterentwickelt werden. Dabei sollte das Nebeneinander von Wohnen und Arbeiten in den Berliner Kiezen auch in Wachstumszeiten erhalten bleiben, denn es trägt erheblich zu Berlins Attraktivität bei. Dies sind zwei Ergebnisse der Studie "Produktion in der Stadt. Berliner Mischung 2.0", die die Technologiestiftung Berlin heute in der Malzfabrik am Südkreuz vorstellte.

Nicolas Zimmer: "Für die digitalisierte Wirtschaft ist die Datenautobahn so wichtig wie die günstige Verkehrsanbindung. Berlin muss die vorhandenen Flächen mit moderner technischer Infrastruktur wie Breitband ausrüsten und dafür sorgen, dass auch in der wachsenden Stadt neue Gewerbeflächen beispielsweise als Lärmpuffer an großen Verkehrsachsen entstehen. Das sind wichtige Voraussetzungen dafür, dass sich die Stadt technologisch und wirtschaftlich weiterhin erfolgreich entwickelt."

Mit den neuen Technologien ändern sich die Produktionsabläufe erheblich: Die Produktion am 3D-Drucker funktioniert anders als die am Fließband. Wer hochindividualisierte Produkte in Stückzahl 1 herstellt, hat andere Anforderungen an die Logistik als das Unternehmen, das in Masse fertigt. Hinzu kommen neue Anforderungen an eine energieeffiziente, möglichst emissionsfreie Produktion und veränderte Wünsche an das Arbeitsumfeld.

Für die neuen Anforderungen sind die traditionellen Gewerbeflächen in den Berliner Kiezen geradezu ideal - wenn sie mit Breitband ausgerüstet werden. Berlin muss die vorhandenen Flächen weiterentwickeln und neue so planen, dass sie für eine Berliner Mischung 2.0 attraktiv sind.

 Dabei sollten die Planer so smart sein, wie die Technologien, die heute eingesetzt werden. Warum nicht die digitale Produktion mit der Energieversorgung im Kiez vernetzen? So wäre es möglich, die unterschiedlichen Rhythmen von Wohnen und Arbeiten für eine gleichmäßige Energiekurve zu nutzen. Auch sind für die neue Produktionsweise andere Flächenkonzepte möglich. So könnte die Fabrik von morgen in die Höhe wachsen.

Infografiken des Reports Produktion in der Stadt. Berliner Mischung 2.0

Die Technologiestiftung plädiert für Modellvorhaben, die gemeinsam mit der Berliner Forschung initiiert und durchgeführt werden können. Zum möglichen Themenspektrum für die Vorhaben gehört die vertikale Fabrik genauso wie neue Formen der Durchmischung und digitalen Vernetzung.


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