Berlin nutzt die Herausforderungen der Digitalisierung als Chance. Die Stadt kann ihre besonderen Stärken ausspielen: exzellente Forschung, kreatives, innovatives Klima, sowie als internationaler Magnet für Unternehmen und hervorragend ausgebildete junge Menschen, die Berlin für ihre Digitalisierungsaktivitäten wählen. Erklärtes Ziel muss sein, diese Position weiter auszubauen. Es ist nur folgerichtig, dass sich die Technologiestiftung in den letzten Jahren auf das Thema Digitalisierung konzentriert hat und konzentrieren wird. Mit ihren Aktivitäten und Studien hat sie beachtlichen Anteil, dass der digitale Wandel zunehmend die Agenda der Stadt trägt und Berlin dafür auch wahrgenommen wird. Sie stößt Diskussionen an und bezieht Standpunkte, was wie geschehen muss, und gibt damit wichtige Impulse für die strategische Weiterentwicklung. Mit Projekten wie der Minecraft-Karte von Berlins Mitte, die ausschließlich auf der Grundlage offener Daten entstand, zeigt sie außerdem den Wert von Daten und bekennt sich zur Offenheit.

 

Für mich als Kuratoriumsvorsitzender ist es immer wieder beeindruckend, wie die Technologiestiftung mit begrenzten Mitteln ihre Impulse setzt: z.B. die Nutzer von offenen Daten über die Frage nach ihren Bedürfnissen und Wünschen weiter zu mobilisieren, die Bedeutung von Venture Capital für Berlin zu untersuchen und sich mit urbaner Produktion in der wachsenden Stadt zu beschäftigen – diese Themen werden regelmäßig von der Presse aufgegriffen und weiterdiskutiert.

 

Ich finde es richtig, dass sich die Stiftung mit ihrem Entwicklungsauftrag mit Bildungs- und Strukturthemen sowie der Evaluierung neuer Trends befasst und damit genau die Rahmenbedingungen voranbringt, die die Digitalisierung braucht und die von Staat und Gesellschaft gesteuert werden können.

 

Die weitere Entwicklung hin zu Industrie 4.0, smarten Netzen und weiter wachsendem Engagement für digitale Kompetenzen wird der Technologiestiftung auch in Zukunft genug Themen und Projekte bescheren. Es ist mir eine Ehre diese Aufgabe als Kuratoriumsvorsitzender begleiten zu dürfen.

Kaum ein Tag vergeht, an dem die Berliner Tageszeitungen nicht ein neues Startup in der Stadt vorstellen, das aus Daten nützliche Informationen für seine Kund*innen macht. Mit der App auf dem Handy können Sparsame ihre Heizung optimal steuern, Frauen ihren Zyklus überwachen und Eilige ihre Routen optimieren. Die Apps finden ihre Nutzer*innen und Berlin, das ohnehin als deutsche Digitalhauptstadt gilt, hat eine neue Erfolgsgeschichte.

 

Was den meisten weniger klar ist: Apps wie diese aus dem Business-to-Consumer-Bereich sind nur ein Aspekt der Digitalisierung. Die Digitalisierung wird nicht nur zusätzliche Dienstleistungen für Konsument*innen bringen, die diese Leistungen bestellen. Die Digitalisierung wird in den nächsten Jahren die meisten bestehenden Produkte grundlegend verändern und auch die Art und Weise, wie sie entstehen.

 

Wie schnell sich die Veränderungen vollziehen, zeigt ein Beispiel aus unserer Arbeit im letzten Jahr. Wir stellten im März 2016 eine Studie zum Auto als Computer auf Rädern vor und erlebten, dass viele diese Sichtweise noch befremdlich fanden. Ein Jahr später sind autonome Fahrzeuge und die damit verbundene Vernetzung des Autos kein Thema mehr. Die damit verbundenen Haftungs- und Sicherheitsfragen werden diskutiert, aber nicht mehr als grundsätzliches Hindernis für die Entwicklung gesehen. So wird es in vielen Bereichen kommen.

 

Die neue Entwicklung fordert von uns, viele Dinge neu zu denken und unser Leben zu verändern. Modernisierung und die Wertschöpfung werden sich auch bei scheinbar analogen Produkten und Dienstleistungen in den digitalen Bereich verschieben: Schuhe, die Schritte zählen, und Urkundenbeglaubigungen, die über Blockchain abgewickelt werden – um hier nur zwei Beispiele zu nennen – werden schon in wenigen Jahren Alltag sein. Die Technologiestiftung Berlin hat 2016 Daten und Fakten zum digitalen Wandel veröffentlicht, sich für die digitale Bildung engagiert und mit Best-Practice-Beispielen die Chancen verdeutlicht, die mit dem digitalen Wandel verbunden sind.

 

Denn: Digital zu denken lohnt sich. Die technologische Entwicklung bringt große Modernisierungspotenziale mit sich, von denen gerade das innovationsfreudige und kreative Berlin profieren kann - wirtschaftlich und gesellschaftlich: Smarte Verkehrs- und Versorgungsnetze werden dafür sorgen, dass wir effizienter mit unserer Zeit umgehen und den Strom- und Wasserverbrauch nachhaltiger gestalten können. Die digitale Verwaltung wird sich stärker als bisher als Dienstleisterin für die Bürger*innen verstehen und viel stärker als heute mit ihren „Kund*innen“ interagieren.

 

Vor allem die Perspektiven, die mit einer Open-Data-Strategie der öffentlichen Hand verbunden sind, haben wir 2016 immer wieder auf die Agenda gesetzt und die Entwicklung zu mehr Offenheit unterstützt. Die Daten, die Verwaltungen bei den Bürger*innen erheben, gehören der Allgemeinheit und sollten deshalb auch allen zugänglich sein. In den Daten steckt viel Wissen und das Potenzial,  das öffentliche Leben transparenter zu machen und neue Formen der Teilhabe zu ermöglichen. Apps, mit denen man Müllberge in der Umgebung an die Versorgungsunternehmen melden kann, sind ein erster Schritt in die richtige Richtung. Die weitere Vernetzung auch in der Nachbarschaft verändert schon jetzt unser Zusammenleben und wird sich in den nächsten Jahren weiter entwickeln.

 

Bei einer Umfrage, die wir in Auftrag gegeben hatten, haben die Berliner Unternehmer*innen im August 2016 angegeben, dass sie Datenschutz und –sicherheit für die größten Hemmnisse bei der Digitalisierung ansehen. Diese Einschätzung wird sicher von vielen geteilt. Die Politik muss die Rahmenbedingungen schaffen und dafür sorgen, dass die mit dem Fortschritt verbundenen ethischen Fragen diskutiert werden und Datenschutz und –sicherheit gewährleistet werden. Die Technologiestiftung Berlin wird weiterhin den digitalen Wandel mitgestalten und die Chancen sichtbar machen, die mit der Digitalisierung insbesondere für Berlin verbunden sind.

Einleitung des Vorstandsvorsitzenden Nicolas Zimmer

Vorwort des Kuratoriumsvorsitzenden Dr. Heinrich Arnold

"Die Digitalisierung wird in den nächsten Jahren die meisten bestehenden Produkte grundlegend verändern und auch die Art und Weise, wie sie entstehen."

"Für mich als Kuratoriumsvorsitzender ist es immer wieder beeindruckend, wie die Technologiestiftung mit begrenzten Mitteln

ihre Impulse setzt."

Alles wird digital. Alles.

Technologiestiftung bringt Berlins digitale Entwicklung strategisch voran

 

Wenn es um die Digitalisierung geht, ist Berlin ganz vorne. Die Berliner Unternehmen sind deutlich weiter als der Bundesdurchschnitt. Im Spätsommer 2016 gaben 35 Prozent an, in der Produktion oder für die Erbringung einer Dienstleistung digitale Netze zu nutzen. Im Bundesdurchschnitt waren es mit 23 Prozent deutlich weniger.

 

Ein Selbstläufer ist die Digitalisierung aber auch in Berlin nicht. Ein zweiter Blick auf die Zahlen zeigt: Bisher nutzen vor allem die Dienstleistungsunternehmen die Chancen der Digitalisierung, während Industrie und Verarbeitendes Gewerbe zurückhaltend sind. Hier ist Handlungsbedarf. Bald werden auch scheinbar „analoge“ Produkte mit digitalen Zusatzfunktionen ausgerüstet sein, und nahezu alle Produkte werden „smart“, also mit Industrie 4.0-Verfahren produziert werden. Die Berliner Unternehmen müssen sich dieser Entwicklung stellen, die wettbewerbsfähige Produkte und Produktionsweise verspricht.

 

Auch die öffentlichen Betriebe müssen die Chancen nutzen, die mit der Digitalisierung verbunden sind. Ver- und Entsorgungssysteme wie Wasser- und Energiekreisläufe oder auch der Verkehr können smart - und damit effizienter und nachhaltiger - gestaltet werden. Mehr Berlinerinnen und Berliner können daran teilhaben. Eine solche moderne Infrastruktur wird außerdem die Anziehungskraft des Standortes erhöhen.

 

Von der Technologiestiftung Berlin gehen wichtige Impulse für den digitalen Wandel aus. Die Umfragen und Studien ermöglichen genaue Standortbestimmungen, die Handlungsempfehlungen sind eine gute Grundlage für strategische Weiterentwicklungen. Die Stiftung führt zudem selbst Projekte durch, zeigt, was man mit offenen Daten machen kann, und engagiert sich für digitale Bildungsangebote. Damit hat die Stiftung eine wichtige und wachsende Rolle im digitalen Wandel übernommen.

Ich wünsche viel Erfolg bei der Arbeit.

GRUßWORT DER SENATORIN RAMONA POP

Technologiestiftung gibt  wichtige Impulse für den digitalen Wandel

"Wenn es um die Digitalisierung geht,

ist Berlin ganz vorne."

Übersicht

Stammkapital

 

Beteiligungen

    Kompetenzzentrum Wasser

      gGmbH (KWB)

    Berlin Partner für Wirtschaft

      und Technologie GmbH (BPWT)

 

Team

 

Projekte

    Das Jahr 2016 im Überblick –

      Chronologie der Ereignisse

Stadtgesellschaft in digitalen Zeiten

Open Data:

Kultur der Offenheit fördert Berlins Entwicklung

      Open Data-Umfrage

      Berlin Open Data Day

 

Digitale Bildung:

Grundlagen schaffen

      Hacking Box

      Code Week Award

      Smarte Bürger - Verbraucherschutz im Internet

      Open Educational Resources (OER)

 

Künstliche Intelligenz:

Mit Technologie Verständigung fördern

      Übersetzungsapp Fahum

 

Datavisualisierung:

Potenziale sichtbar machen

      Minecraft

      Breitband Berlin

Städtische Infrastruktur in digitalen Zeiten – Smart City Berlin

Entwicklung in der wachsenden Stadt planen

      Produktion in der Stadt

      Vernetzter Verkehr

Innovationsstandort Berlin

Bestandsaufnahmen und Handlungsempfehlungen

       Innovationserhebung

       1. Berliner Venture-Capital-Report

 

Stärken stärken

       Berlin Innovation

       Stiftung Analytische Röntgenphysik

       Treffpunkt WissensWerte

       Innovationspreis der Länder Berlin

         und Brandenburg

       Lange Nacht der Wissenschaften

Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation: Ins Gespräch kommen

Förderverein

       Clubabende 2016

       Mitgliederversammlung

 

Öffentlichkeitsarbeit

        Newsletter

        Blog

        Social Media

 

Gremien

        Mitglieder des Kuratoriums

        Mitglieder des Vorstands

Die Technologiestiftung vermittelt Wissen über digitale Chancen und Herausforderungen, entwickelt digitale Tools und gestaltet in gemeinsamen Projekten mit Stadtgesellschaft, Verwaltung und Unternehmen den digitalen Wandel in Berlin.

Gefördert von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe und der Investitionsbank Berlin aus den Mitteln des Landes Berlin.